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Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte: Trotz Versorgungswerk sinnvoll

 

Über Sinn, Besonderheiten, wichtige und strittige Bestandteile der Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte.

Matthias: "Gerne anderen helfen zu wollen, macht es leider nicht überflüssig, sich auch um sich selbst zu kümmern."

Inhalt

 

Ärzte: Eine beliebte Zielgruppe

Wenn Sie Medizinstudent, Assistenzarzt oder bereits Facharzt sind und sich jetzt mit dem Thema Berufsunfähigkeit auseinandersetzen, haben Sie bestimmt schon drei Begriffe gehört: MLP, Deutsche Ärztefinanz und Infektionsklausel. Stimmt’s? Ärzte gelten in der Versicherungsbranche halt als beliebte Zielgruppe. Entsprechend werden sie (mehr oder weniger heftig) umworben. Dass Sie dann trotzdem googeln oder aus anderen Gründen auf unserer Seite gelandet sind, wollen wir an dieser Stelle mit ein paar Fakten und Meinungen belohnen.

 

„Mein Ärzte-Versorgungswerk zahlt doch eine Berufsunfähigkeitsrente“

Angestellte Ärzte sind, anders als andere Arbeitnehmer, meistens nicht bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) pflichtversichert – sie können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und ersatzweise Mitglied eines Versorgungswerks für Ärzte werden. Dort werden auch die freiberuflich tätigen Ärzte Mitglied. Die Mediziner, angestellte wie niedergelassene Ärzte, sind dort auch gegen Berufsunfähigkeit (BU) versichert. Das stimmt. Sie sind es nur nicht so, wie viele meinen.

Werden Ärzte krank und tragen dauerhafte Folgen davon, gilt für sie in ihrem Versorgungswerk in der Regel das Alles-oder-nichts-Prinzip. Ärzte erhalten ihre BU-Rente vom Versorgungswerk, wenn sie aus medizinischen Gründen ihren Beruf aufgeben müssen. Besser gesagt, wenn sie ihn vollständig aufgeben müssen. Das bedeutet für den Freiberufler: Approbation abgeben, Arztpraxis verkaufen oder schließen.

So heißt es bei der Berliner Ärzteversorgung:

„Die gesamte ärztliche Tätigkeit muss aus diesen Gründen eingestellt sein.“

Und weiter:

„Die Erwerbstätigkeit als Arzt/Ärztin gilt (weiter) als ausgeübt, solange ein Mitglied seine Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung inne hat, seine Privatpraxis nicht aufgegeben hat oder wenn die Praxis durch einen Vertreter weitergeführt wird, solange dem Mitglied aus der Praxis Einkünfte zufließen.“


Erste Versorgungswerke liberalisieren diese Regelung etwas

Zum Beispiel die „Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte“. In deren ab 01.07.2017 gültigen Satzung heißt es in § 25:

„(1) Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit erhält auf Antrag ein Teilnehmer, der
a) voraussichtlich dauernd berufsunfähig ist und die Ausübung des Berufes aufgibt;
b) wegen vorübergehender Berufsunfähigkeit seinen Beruf länger als sechs Monate nicht ausübt; der Anspruch entsteht in diesem Falle nach sechs Monaten (Ruhegeld auf Zeit)“

Als berufsunfähig gilt man dort nach folgender Definition:

„(2) Ein Teilnehmer ist berufsunfähig, wenn er infolge Gebrechen oder Schwäche der körperlichen oder geistigen Kräfte außerstande ist, eine Tätigkeit auszuüben, bei der Kenntnisse, die zum ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Fachwissen gehören, vorausgesetzt oder angewandt werden. Bei der Beurteilung bleiben andere als medizinische Gründe außer Betracht.“

Wie ist die Berufsunfähigkeit dort nachzuweisen?

„Die Berufsunfähigkeit ist durch das Gutachten des von der Versorgungsanstalt bestimmten Arztes nachzuweisen.“

Wir übersetzen: „(…) außerstande ist, eine Tätigkeit (…)“. Das bedeutet: Nur wenn man so eingeschränkt ist, dass man keinerlei ärztliche Tätigkeit mehr ausüben kann, gibt es eine Berufsunfähigkeitsrente. Falls der Chirurg also noch Gutachten schreiben könnte, geht er leer aus. Der Tierarzt in der Großtierpraxis, der sich nur noch um „Kleinvieh“ kümmern kann, ebenso.

Wir merken uns außerdem: Es ist stets ein Gutachter der Versorgungsanstalt, der die Berufsunfähigkeit bestätigen muss.

Nicht nur Ärzte im OP-Saal brauchen eine Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte

Nicht nur Ärzte im OP-Saal brauchen eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Grafikquelle: colourbox.com

 

Unterschied private Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte zur Leistung der Versorgungswerke

Für Berufsunfähigkeit in privaten BU-Versicherungen gibt es seit 2008 eine gesetzliche Definition in § 172 des Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Dort heißt es in Absatz 2:

„Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

Auch das „übersetzt“: Es wird immer der letzte Beruf in seiner konkreten Ausgestaltung betrachtet – wie man also gearbeitet hat, als man noch gesund war. Es reicht aus, teilweise und voraussichtlich dauerhaft eingeschränkt zu sein. In den Versicherungsbedingungen wird das meistens mit „zu mindestens 50%“ und „mehr als 6 Monate“ konkretisiert. Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall sind ärztlich nachzuweisen. Gutachten kommen schon aus Kostengründen eher selten vor.

Kann der Chirurg also nicht mehr wie vorher ganztags operieren, sondern nur noch wenige Stunden, kann er bereits als berufsunfähig gelten. Der Tierarzt in der Großtierpraxis kann weiterhin gelegentlich Gutachten schreiben, wenn er vielleicht wegen Bandscheibenvorfällen keine Großtiere mehr behandeln kann. Beide Ärzte können also die private Berufsunfähigkeitsrente bekommen und – falls es möglich und gewollt ist – weiterhin ärztlich tätig sein.

Volle BU-Rente ab 50% Berufsunfähigkeit (c) www.helberg.info

Die früher oft verwendete Möglichkeit einer abstrakten Verweisung ist auch heute noch gesetzlich möglich. Sie spielt aber in den heutigen Versicherungsbedingungen kaum noch eine Rolle: Vielmehr verzichten die meisten Versicherer auf deren Anwendung.
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Was sind eigentlich die Ursachen für Berufsunfähigkeit?

Vielleicht gehören auch Sie zu den Menschen, die optimistisch in Bezug auf die eigene Zukunft und Gesundheit sind? Das ist bestimmt gut so. Andererseits machen wir die Erfahrung, dass ganz viele Menschen falsche Vorstellungen davon haben, wodurch man tatsächlich berufsunfähig wird. Angaben der Versorgungswerke dazu haben wir leider nicht gefunden. Dafür aber Angaben der Deutschen Rentenversicherung zur Erwerbsminderung und Statistiken zu den Ursachen von Berufsunfähigkeit. Hier eine davon:

Ursachen für Berufsunfähigkeit, Tortendiagramm, Stand 05.2017

Psychische Erkrankungen und Nervenerkrankungen sind mit fast einem Drittel die häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit. Quelle: Morgen&Morgen GmbH M&M Office Vers. 3.47.002. Zum Vergrößern bitte anklicken!

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte – worauf achten?

Je besser und kundenfreundlicher die Versicherungsbedingungen, desto besser für den Arzt. Das ist das einfache Prinzip, wie man als Arzt eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung auswählt. Man sollte allerdings eine Vorstellung davon haben, was die einzelnen Klauseln bedeuten.

Aus Platzgründen widmen wir uns an dieser Stelle nur der Ihnen bestimmt bekannten Infektionsklausel.
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Berufsunfähigkeitsversicherung, Arzt, Infektionsklausel

Manche Versicherungsvermittler erwecken den Eindruck, das Wichtigste einer Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte sei die Infektionsklausel. Schließlich könne der Arzt ja ein Beschäftigungsverbot bekommen, wenn er selbst Träger bzw. Ausscheider einer ansteckenden Krankheit wird. Dann müsse eine Berufsunfähigkeitsversicherung ja wohl einspringen und der eigene Versicherer macht das auch – sensationell! Als Arzt sind Sie quasi schon gerettet.

Wie immer gibt es in Deutschland ein Gesetz, das soetwas regelt – das Infektionsschutzgesetz. Dort steht, dass Beschäftigungsverbote ausgesprochen werden können. Was dort aber auch steht – und zwar im § 56:

„Wer (…) dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld.“

Wo ist nun der Bedarf, dann zusätzlich noch Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen? Wir sehen ihn jedenfalls nicht. Ebenfalls kennen wir bislang keinen einzigen Leistungsfall, bei dem eine Berufsunfähigkeitsrente allein wegen der Infektionsklausel geleistet hätte. Und dabei haben inzwischen ettiche Versicherer eine Infektionsklausel in die Bedingungen aufgenommen. Falls Sie einen solchen Fall kennen: Bitte unbedingt bei uns melden!

Es gibt so viele andere, wirklich wichtige Punkte, auf die Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung als Arzt achten sollten. Beispielsweise, wie Sie überhaupt genügend hohen Versicherungsschutz bekommen, dass Nachversicherungsgarantien und Dynamiken enthalten sind, die Rente garantiert erhöht wird, der Vertrag auch dann noch passt, wenn Sie vom angestellten Arzt in die eigene Praxis wechseln und und und.

 

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Zuletzt aktualisiert am 03.10.2017 Berufsunfähigkeitsversicherung Ärzte