02
Mrz
2020

Coronavirus: Auswirkung auf die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Kategorie: Berufsunfähigkeitsversicherung  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  0 Kommentare

Wie wirkt sich eine Infizierung mit dem Coronavirus auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) aus? Ist dann Versicherungsschutz noch möglich?

Der Coronavirus und die Berufsunfaehigkeitsversicherung

Der Coronavirus COVID-19 bzw. SARS CoV 2, seine Ausbreitung und seine Folgen sind das Thema dieser Tage. Da stellt sich früher oder später die Frage, wie die Versicherer reagieren, wenn man in seinem Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung angeben muss, mit dem Coronavirus infiziert (gewesen) zu sein? Antwort: Bei den von uns befragten Versicherern beobachtet man das Geschehen genau, ist ansonsten aber eher gelassen.

 

Coronavirus & BU-Antrag – Kein Grund zur Panik

Das ist doch einmal eine gute Nachricht für alle, die sich aktuell besonders viel Sorgen um das Thema Coronavirus machen: Auf unsere kleine Blitzumfrage vom 01.03.2020 haben wir bisher von allen Versicherern, die bereits geantwortet haben, eine ähnliche Auskunft erhalten:

Man sieht eine Infizierung mit Corona aktuell (02.03.2020) wie eine Infizierung mit einer normalen Grippe:

  • Besteht die Infektion noch, kann ein Antrag aktuell nicht angenommen werden, sondern wird „zurückgestellt“. Das bedeutet: Man kann es wieder probieren, wenn die Infektion ausgeheilt ist.
  • Ist die Infektion bereits ohne Folgen ausgeheilt (was sich offensichtlich testen & ärztlich dokumentieren lässt), kann wegen dieser Diagnose eine ganz normale Annahme erfolgen. Das bedeutet: Es kommt wegen einer Infektion mit dem COVID-19-Erreger wohl weder zu höheren Beiträgen, noch zum Ausschlusss dieser Erkrankung vom Versicherungsschutz.

Natürlich können neue Erkenntnisse zu einer anderen Vorgehensweise führen. Falls sich in diesem Punkt etwas Entscheidendes ändert, werden wir diesen Artikel entsprechend updaten.

 

Wie immer: Es zählt der Einzelfall, auch bei Corona-Virus

Rein vorsorglich möchte ich darauf hinweisen, dass die Prüfung eines Antrages auf eine BU-Versicherung immer eine Einzelfallentscheidung ist. Dies bedeutet, dass es auch auf alle anderen erfragten Umstände ankommt: Andere Diagnosen und Vorerkrankungen, Alter, Freizeitaktivitäten, Beruf… Durch eine anonymisierte Risikovoranfrage können wir das für Sie herausfinden, ohne dass Sie einen Antrag unterschreiben müssen.

 

Der Coronavirus und die Berufsunfähigkeitsversicherung: Corona without panic

Coronavirus without panic

 

Berufsunfähig durch Corona-Virus-Infektion?

Wiederum aktuell weist nach meinem Kenntnisstand nichts auf Umstände hin, dass man wegen einer Corona-Infektion berufsunfähig werden könnte. Das heißt, anscheinend werden die allermeisten Betroffenen wieder gesund. Ein relativ geringer Prozentsatz infizierter Menschen verstirbt leider.

Sollte sich dennoch herausstellen, dass die Infektion Folgen haben kann, durch die eine Berufsunfähigkeit eintreten könnte, gibt es ebenfalls eine gute Nachricht: Wenn Sie bereits Ihren BU-Vertrag haben, ist das mitversichert. Denn bei einer BU kommt es grundsätzlich nicht darauf an, welche gesundheitliche Einschränkung eingetreten ist. Das gilt ebenso grundsätzlich sogar für Krankheiten, die bislang unbekannt waren. So, wie das jetzige Corona-Virus.

 

Abschließend zwei Tipps:

Hier finden Sie Infos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Coronavirus.

Falls Sie sich für eine visualisierte Darstellung der aktuellen weltweit bekannten Infektionszahlen interessieren: Die Johns-Hopkins University in Baltimore, USA, bietet auf dieser Seite eine entsprechende Übersicht.


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