Helberg Versicherungsmakler

Versicherungsmakler

 

Versicherungsmakler – Versicherungsvertreter: Wo ist der Unterschied?

 

Versicherungsmakler - Versicherungsvertreter - UnterschiedeEin Versicherungsvertreter oder Versicherungsagent, wie man früher sagte, (zum Beispiel „Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer“) ist weisungsgebunden und arbeitet im Auftrag einer Versicherungsgesellschaft. Dieser ist er verpflichtet, deren Interessen hat er zu vertreten. Die meisten Versicherungsvertreter vertreten nur eine Versicherungsgesellschaft bzw. nur einen Konzern. Die sogenannten Mehrfachvertreter vertreten parallel mehrere Versicherungsgesellschaften – auch wenn sie im Wettbewerb zueinander stehen.

Im Gegensatz dazu vermittelt und betreut ein Versicherungsmakler (kurz auch Makler) Versicherungsverträge, ohne von einer oder mehreren Versicherungsgesellschaften damit beauftragt zu sein. Er arbeitet also nur im Auftrag seiner Kunden (Mandanten). Deshalb ist oft ein Maklerauftrag Grundlage seiner Tätigkeit.

Einer unserer Kunden formulierte es einmal so:

„Der Versicherungsvertreter sucht für seine Versicherungsgesellschaft die passenden Kunden. Der Versicherungsmakler sucht für seine Kunden die passende Versicherungsgesellschaft„.

 

Die Bezeichnungen „Freier Versicherungsmakler“, oder „Unabhängiger Versicherungsmakler“ klingen zwar nach etwas Besonderem. Dabei sind Makler bereits per gesetzlicher Definition unabhängig von Versicherungsgesellschaften. Denn sie werden ja eben nicht in deren Auftrag tätig. Ein Versicherungsmakler ist also nicht weisungsgebunden.

Manche Kollegen nennen sich „Fachmakler“ um auszudrücken, dass sie sich auf eine bestimmte Versicherungssparte spezialisiert haben. Das erinnert ein bisschen an Fachanwalt. Da sich ein Rechtsanwalt nur nach Prüfung Fachanwalt nennen darf und es derlei nicht bei Versicherungsmaklern gibt, verzichten wir darauf. Obgleich wir uns inzwischen auf die Absicherung der Arbeitskraft und insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisiert haben.

 

Wer kann Versicherungsmakler werden?

„Wer nichts wird, wird Wirt – und ist ihm das auch nicht gelungen, macht er in Versicherungen!“ Diese in früheren Zeiten nicht ganz unbegründete Volksweisheit dürfte langsam der Vergangenheit angehören.

Wer heute als Versicherungsmakler tätig sein will, benötigt eine Erlaubnis der zuständigen » Industrie- und Handelskammer, die nur erteilt wird, wenn

  • eine entsprechende Ausbildung bzw. die notwendige Sachkunde nachgewiesen wurde,
  • man einen „guten Leumund“ (keine Schulden bei der Stadtkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, kein Eintrag im Schuldnerregister, kein Insolvenzverfahren) nachgewiesen hat,
  • der Betroffene seine „Zuverlässigkeit“ (keine Vorstrafen wegen Betruges o.ä.) belegt hat,
  • man das Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung belegt hat.

 

Wie viele Versicherungsmakler gibt es in Deutschland?

Aktuell (01.04.2020) gibt es laut DIHK 46.199 gewerblich tätige Versicherungsmakler. Ihnen gegenüber stehen über 146.000 Versicherungsvertreter.

 

Selber prüfen: Ist es wirklich ein Makler?

Die oben genannten Anforderungen müßen inzwischen stets erfüllt sein, wenn man den Beruf des Versicherungsmaklers gewerblich ausübt. Für Versicherungsvertreter gibt es zahlreiche Ausnahmegenehmigungen bei der Zulassung und nur relativ wenige haben sich freiwillig der gleichen Procedur unterzogen, wie sie für Versicherungsmakler selbstverständlich ist.

Ob jemand eine Erlaubnis hat und überhaupt als Makler oder als Vertreter tätig ist, kann jederman im Internet auf den offiziellen Seiten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, DIHK, unter » www.vv-register.de « selber überprüfen.
Für uns einfach „Helberg“ oder die Register-Nummer „D-RB10-PVLS6-39“ eingeben.

Dass das auch Medien manchmal bei der Recherche nicht beachten und Makler und Vertreter sogar bei Tests durcheinander bringen, haben wir im Jahr 2018 aufgedeckt. Lesen Sie dazu den Blogartikel Laut „FOCUS-Spezial“ sind wir TOP-Versicherungsmakler 2018 – schade!

 

Matthias Helberg erklärt es verständlich - hier bei Filmaufnahmen für "Markt" vom NDR

Matthias Helberg erklärt es verständlich – hier bei Filmaufnahmen für „Markt“ vom NDR

 

„Als Versicherungsmakler vertreten wir keine Versicherung. Wir vertreten Sie.“

Das ist kein billiger etwas älterer Slogan von uns, sondern beruht auf dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 22.05.1985, Az.: IVa ZR 190/83, dem sogenanten Sachwalterurteil.

Auch das „Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts“ aus dem Jahr 2006 begründete die Tätigkeit des Maklers auf Seiten des Versicherungsnehmers.

Seit dem Jahr 2008 sind Definition, Aufgaben und Pflichten von Versicherungsmaklern im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ab § 59 aufgeführt.

Lesen Sie zum Thema Unabhängigkeit doch auch den Blogbeitrag Unabhängiger Versicherungsmakler – Erwartung, Anspruch, Realität.

 

Weiterführende Links:

Was ist ein Versicherungsvertreter?

Was ist ein Versicherungsberater?

Geschützte Berufsbezeichnung

Provision, Courtage oder Honorar für die Beratung?

Versicherungsmakler Historie