Versicherungsmakler – noch nie gehört?
Viele Menschen hörten den Begriff „Versicherungsmakler„ in den letzten Jahren zum ersten mal. Das wird vermutlich daran liegen, dass es erst in den letzten Jahrzehnten in Deutschland mehr und mehr Kollegen gibt, die ihre Dienstleistungen Privatpersonen anbieten. Währenddessen sind viele der klassischen und bekannten Maklerhäuser seit Jahrzehnten tätig – aber ausschließlich im Bereich der gewerblichen Versicherungen, also dem Versicherungsschutz für Unternehmen.
Historie: Seit wann gibt es den Beruf des Versicherungsmaklers?
Auch wenn es vielen (selbst Kollegen) nicht bewusst ist: Den Beruf des Versicherungsmaklers gibt es in Deutschland bereits seit dem Mittelalter. Damals hatten viele Städt eigene sogenannte Mäklerordnungen, die Rechte und Pflichten von Versicherungsmaklern definierten.
Die Düsseldorfer Sensal- oder Maklerordnung ist beispielsweise vom 28. Januar 1799 datiert.
Die Hamburger „Ordnung der Mäkler benebst der Taxa der beeidigten Mäkler“ [Download, 535 KB] wurde im Jahr 1671 bereits überarbeitet.
Historie: Der Maklereid aus dem Jahr 1567
Eine der wohl ältesten deutschen Dokumente über den Berufsstand der Versicherungsmakler enthält den aus dem Jahr 1567 stammenden Maklereid:
Ich schwöre… „… dass ich in meinen mir anbefohlenen Mäklerdienst mich getreu und redlich will verhalten, den Kaufmann nach bestem Verstande und Gewissen aufrichtig bedienen, was mir anvertrauet, zu deren Besten richten, keine eigenen Handlungen oder Kauffmannschaft nach Factoreyen für mich selbstens treiben, noch dazu andere treiben lassen, …“
Versicherungsmakler in Osnabrück
Seit wann es in der Stadt Osnabrück, oder im Raum Osnabrück Versicherungsmakler gibt, ist uns leider nicht bekannt. Auf Grund der Tatsache, dass Osnabrück früher einmal zur Hanse gehörte, dürften auch hier die Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen.
Wenn Sie hierzu weitergehende Erkenntnisse haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf – besten Dank.
Vieles des Historie der Versicherungsmakler liegt bis heute im Dunkeln.