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Abstrakte Verweisung – Verzicht auf abstrakte Verweisung

 

Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung gilt als eine der wichtigsten Klauseln in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Denn mit abstrakter Verweisung kann der Versicherer die Berufsunfähigkeitsrente ablehnen, weil Sie ja noch eine andere, vergleichbare Tätigkeit ausüben könnten.

Matthias: "Beispiel für abstrakte Verweisung: Ein Landschaftsgärtner hat einen Bandscheibenvorfall. Er kann keine Gärten mehr anlegen. Der Versicherer sagt, er könne noch im Gartencenter Kunden beraten. Deshalb gälte er nicht als berufsunfähig."

Inhalt

 

Welcher Beruf ist in der BUV versichert?

Um eine abstrakte Verweisung zu erkennen, müssen Sie vor Augen haben, welcher Beruf denn eigentlich in einer Berufsunfähigkeitsversicherung versichert ist. Inzwischen ist das sogar gesetzlich geregelt: Der zuletzt ausgeübte Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war. Ausführlicher beschreiben wir es im Artikel Welcher Beruf ist in der Berufsunfähigkeitsversicherung versichert?

 

Das Gesetz kennt den Ausdruck „abstrakte Verweisung“ nicht

So, wie der in einer BUV versicherte Beruf, ist auch die Möglichkeit der Verweisung auf einen anderen Beruf gesetzlich geregelt. So heißt es im entsprechenden § 172 Absatz 3 des VVG:

Als weitere Voraussetzung einer Leistungspflicht des Versicherers kann vereinbart werden, dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Fällt Ihnen etwas auf? Von „abstrakter Verweisung“ steht da nichts.

 

Die abstrakte Verweisung in der BUV führt oft zu Streit. Grafikquelle: colourbox.com

Ansprüche auf eine Berufsunfähigkeitsrente vor Gericht auszutragen, kann auch für die Versicherer schwierig sein. Viele verzichten inzwischen auf die abstrakte Verweisung. Grafikquelle: colourbox.com

 

Woran Sie die abstrakte Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung erkennen

In den Versicherungsbedingungen einer BUV wird festgelegt, wann Sie für den Versicherer als berufsunfähig gelten. Wenn Sie dort lesen, achten Sie auf Formulierungen wie die folgende:

„Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich dauernd außerstande ist, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.“

Deutlicher wird die abstrakte Verweisung, wenn man den Satz auf den Kern reduziert: „(…) oder eine andere Tätigkeit (…), die (…) ausgeübt werden kann (…).“ Demnach spielt es bei der abstrakten Verweisung keine Rolle, ob Sie eine solche „andere Tätigkeit“ wirklich ausüben. Oder ob es dafür Arbeitsplätze gibt. Anders ausgedrückt: Die theoretische Möglichkeit, noch eine andere, vergleichbare, Tätigkeit ausüben zu können, reicht aus, um als nicht berufsunfähig zu gelten.

Positiv: Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung

Wenn nun Versicherer auf die abstrakte Verweisung verzichten, bedeutet das: Es zählt wirklich nur Ihr zuletzt ausgeübter Beruf, in dem Sie berufsunfähig geworden sind. Sie sind nicht gezwungen, einen ähnlichen, einen sogenannten Verweisungsberuf auszuüben. Hingegen können Sie das freiwillig tun oder auch eine Umschulung machen. Jedoch kann der Versicherer dann unter Umständen eine andere Klausel anwenden: Die konkrete Verweisung.

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Früher verbreitet, heute eher selten und versteckt

Früher war die abstrakte Verweisungsmöglichkeit eine gängige Klausel in Berufsunfähigkeitsversicherungen. Entsprechend häufig kam es (und kommt es bei alten Verträgen noch heute) zum Streit. So wie in diesem Fall eines Handwerk-Meisters. Ende der 1990er Jahre kam ein erster Versicherer mit einem BU-Bedingungswerk auf den Markt, in dem es die Möglichkeit der abstrakten Verweisung nicht mehr gab. Der Versicherer erklärte den „Verzicht auf eine abstrakte Verweisung“.

Im Folgenden erklärten nach und nach so gut wie alle Versicherer in ihren besseren Tarifen den Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Manche schreiben das auch so in die Versicherungsbedingungen.

Allerdings muss man auch heute noch ganz genau hinsehen: Denn die Möglichkeit zur abstrakten Verweisung besteht nicht nur, wenn man erstmals eine Berufsunfähigkeitsrente beantragt. Manchmal kommt die Verweisungsmöglichkeit erst in einer Folgeprüfung, ob noch Berufsunfähigkeit besteht. Oder sie wird noch bei Schülern, Studenten, Hausfrauen und Hausmännern angewandt. Oder dann, wenn man bereits mehrere Jahre aus dem Beruf ausgeschieden ist.

Sie finden die abstrakte Verweisung noch immer schwer zu entdecken? Trösten Sie sich: Daran scheitert auch Stiftung Warentest gerne mal. Zum Beispiel hier beim Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2015.

 

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Zuletzt aktualisiert am 03.10.2017 Abstrakte Verweisung Verzicht auf abstrkate Verweisung