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Privathaftpflichtversicherung

 

PrivathaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung

Wer andere schädigt, muss für den entstandenen Schaden aufkommen, in unbegrenzter Höhe, mit derzeitigem und zukünftigem Vermögen, bis zu 30 Jahre lang. Da sich niemand davon freisprechen kann, doch einmal andere zu schädigen, gehört eine Privathaftpflichtversicherung (kurz PHV) in jeden Haushalt.

Zu den Aufgaben einer privaten Haftpflichtversicherung gehören:
1) Prüfung, ob der Schadensersatzanspruch berechtigt ist;
2) Abwehr unberechtigter Schadensersatzansprüche;
3) Befriedigung berechtigter Schadensersatzansprüche / Ersatz des Schadens.

Es ist also keinesfalls Aufgabe einer Privathaftpflichtversicherung, „immer zu zahlen“, sie umfasst auch eine Art Rechtsschutzfunktion, sofern die Ansprüche nach der Gesetzeslage unberechtigt sind. Auch wenn ein Schadensersatzanspruch berechtigt ist, muss der entstandende Schaden zwar ersetzt werden, aber nach deutschem Recht nichts darüber hinaus. Das bedeutet: Wird von Ihnen Schadensersatz verlangt, weil Sie beispielsweise beim Nachbarn einen 5 Jahre alten Laptop unbeabsichtigt von einem Tisch gerissen haben, reicht es im Prinzip aus, einen zum Zeitpunkt des Schadens gleichwertigen 5 Jahre alten Laptop zu beschaffen bzw. zu bezahlen; Sie (oder für Sie Ihr Haftpflichtversicherer) müssen deshalb keinen neuen Laptop bezahlen. Gerade dieser Punkt führt immer wieder zu Missverständnissen bei Versicherten.
Es ist auch zu beachten, dass Haftpflichtversicherungen immer nur für einen relativ eng definierten Bereich Versicherungsschutz bieten: Die Privathaftpflicht Versicherung zum Beispiel nur für den privaten Bereich, in der Regel nicht für den beruflichen, nicht für die Haltung von Tieren und KFZ, nicht als Jäger usw. . Desweiteren sind bestimmte Fälle vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, z.B. vorsätzlich (absichtlich) herbeigeführte Schäden und Glaschäden sofern man sich als Geschädigter dagegen selbst versichern kann.
Schadensfälle aus unserer Praxis sind:

  • Als Fahrradfahrer einem Auto die Vorfahrt nehmen und vor das Auto fahren;
  • Als Fahrradfahrer den Außenspiegel eines geparkten PKW abfahren;
  • Als Fußgänger einem Fahrradfahrer die Vorfahrt nehmen, der beim Ausweichen stürzt und sich verletzt;
  • Ausrutschen und jemanden zu Fall bringen, dessen Kamera dabei hinfällt;
  • Beim Spielen eine Jacke eines anderen Kindes kaputtreißen;
  • Den (leeren) Kinderwagen nicht richtig abstellen, sodaß er vor einen geparkten PKW rollt;
  • Beim Umzug des Freundes helfen und dabei den Fernseher fallen lassen;
  • Im Winter nicht vor dem eigenen Haus streuen, wodurch ein Passant fällt und sich ein Bein bricht – und vieles mehr.

Zwischenzeitlich werden spezielle Tarife angeboten: Privathaftpflichtversicherung für Familien, Privathaftpflichtversicherung für Singles, Privathaftpflichtversicherung für Paare ohne Kinder, Privathaftpflichtversicherung für Senioren. Man darf also nicht davon ausgehen, dass automatisch stets alle Haushaltsangehörigen mitversichert sind.

 

Das sollte ein Vertrag mindestens beinhalten:

  • Eine Deckungssumme von 5.000.000.- € für Personen- und Sachschäden, 1.000.000.- € für Vermögensschäden
  • Deckung für Mietsachschäden an Wohnräumen
  • Deckung für Schäden, die durch allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen oder Feuchtigkeit entstehen
  • Deckung bei Auslandsaufenthalten
  • Das Hüten fremder Hunde und Pferde
  • Verlust fremder privater Schlüssel
  • Regressansprüche der Sozialversicherung bei unverheirateten Paaren
  • Gewässerschäden durch den Öltank im eigenen Wohnhaus bis zu 5.000 Litern Größe
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für das selbstbewohnte Einfamilienhaus

 

Das sind meist sinnvolle Ergänzungen in einer Privathaftpflichtversicherung:

  • Ausfalldeckung: Deckung für Haftpflicht-Schäden, die Ihnen selber entstehen, wenn der Verursacher nicht für den Schaden aufkommen kann
  • Deliktunfähige Kinder: Deckung für Schäden, die Ihre Kinder unter 7 Jahren verursachen, auch wenn Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben
  • Schäden an geliehenen oder gemieteten Sachen
  • Schäden aus Gefälligkeitshandlungen
  • Schäden im beruflichen Bereich

 

Das muss zusätzlich angegeben bzw. überprüft werden:

  • Der nicht-eheliche Partner oder andere Erwachsene im gleichen Haushalt (z.B. Kinder ab 18, Oma)
  • Die Haltung von Hunden, Pferden, Nutztieren, oder Raubtieren / Exoten
  • Der Besitz nicht selbstbewohnter Häuser und Grundstücke
  • Die Vermietung von Wohnräumen, Häusern oder Grundstücken
  • Die Haftpflicht eines Bauherren
  • Die freiberufliche oder gewerbliche (auch nebenberufliche) Tätigkeit, die Tätigkeit eines Jägers
  • Die berufliche Tätigkeit im öffentlichen Dienst, z.B. für Lehrer und Erzieher
  • Die persönliche Haftpflicht eines Geschäftsführers oder Vorstandes einer Firma oder Vereins
  • Schlüsselverlust von beruflichen bzw. Dienstschlüsseln
  • Die Haltung von KFZ, Booten, Flugzeugen, oder selbstfahrenWie der Arbeitsmaschinen

 

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