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Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Wenn Arbeiten unmöglich wird

 

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung soll Sie absichern, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen keinerlei Erwerbstätigkeit mehr ausüben können. Auf Ihren eigentlichen Beruf kommt es dabei nicht an.

Christine: "Also bringt mir eine Erwerbsunfähigkeitsrente erst dann etwas, wenn ich gar nicht mehr arbeiten kann. Ob designen, putzen oder Zeitungen austragen, ist egal."

Inhalt

 

Erwerbsunfähigkeitsversicherung – denn die staatliche Absicherung reicht nicht aus

Wer in der Deutschen Rentenversicherung versichert ist und die Voraussetzungen erfüllt, hat einen Anspruch auf eine Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung. Voll erwerbsgemindert bedeutet:

„(…) Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. (…)“

Der IT-Berater darf also auch nicht mehr putzen können, der Geschäftsführer nicht als Pförtner tätig sein, der Gärtner nicht mehr als Verkäufer im Baumarkt sein Geld verdienen können.

 

Wieviele Menschen glaubten im Jahr 2014, erwerbsgemindert zu sein?

Allein im Jahr 2014 wurden bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) 345.210 Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente gestellt. Gut die Hälfte der Anträge (183.266) wurden anerkannt.

 

345.210 Anträge auf eine Erwerminderungsrente

345.210 Anträge auf eine Erwerminderungsrente gingen im Jahr 2014 bei der Deutschen Rentenversicherung ein. Quelle: DRV, Erwerbsminderungsrenten im Zeitablauf

Wieviel Erwerbsminderungsrente erhielten die Betroffenen?

Im Jahr 2014 wurden 1.755.101 Erwerbsminderungsrenten gezahlt. Durchschnittshöhe: 719 EUR im Monat. Ein Jahr später waren es 731 EUR.

Die Anzahl der Erwerbsminderungsrenten und die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge. Quelle: DRV "Erwerbsminderungsrenten im Zeitablauf 2016"

Die Anzahl der Erwerbsminderungsrenten und die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge. Quelle: Wie oben.

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Was sind die häufigsten Ursachen für Erwerbsminderung?

Seit Jahren gibt es einen eindeutigen Trend: Als Ursache Nummer 1 für eine Erwerbsminderung haben Erkrankungen der Psyche alle anderen Ursachen überholt. Hier unsere Grafik mit den Zahlen des Jahres 2015:

Ursachen für neue Erwerbsminderungsrenten der DRV im Jahr 2015. Häufigste Ursache mit 42,9%: Psychische Störungen

Im Jahr 2015 waren mit 42,9% psychische Störungen die häufigste Ursache für neu anerkannte Erwerbsminderungsrenten der Deutschen Rentenversicherung.

 

Durchschnittlich 731 € / Monat – Eigenvorsorge ist ein Muss

731 € im Monat als durchschnittliche staatliche Absicherung reichen vorne und hinten nicht. Deshalb muss jeder selbst vorsorgen, der arbeiten muss, um finanziell über die Runden zu kommen. Für die meisten Menschen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung dafür die beste Wahl. Nur bekommt die nicht jeder und nicht jeder kann sie sich leisten. Eine Alternative (auf deutlich niedrigerem Niveau) kann in solchen Fällen die Erwerbsunfähigkeitsversicherung darstellen.

731 € im Monat: Das ist die Höhe der durchschnittlichen Erwerbsminderungsrente im Jahr 2015, ohne Unterscheidung in volle und halbe Erwerbsminderungsrenten. Quelle: DRV. Grafik www.helberg.info

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung für den schlimmsten Fall

Für die Absicherung des worst case, also des schlimmsten Falls, eignet sich die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Wie bei der Gesetzlichen Rentenversicherung geht es darum, dass man gar keinen Beruf mehr ausüben kann. Im Detail kann jedoch jeder Lebensversicherer selber definieren, was man bei ihm unter Erwerbsunfähigkeit zu verstehen hat. So kann es im Kleingedruckten beispielsweise lauten:

„Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich auf Dauer (mindestens drei Jahre) außerstande ist, einer Erwerbstätigkeit von mehr als drei Stunden täglich nachzugehen oder ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit zu erzielen, das über der Grenze für eine geringfügige Beschäftigung gemäß § 8 des Sozialgesetzbuches IV (SGB IV) liegt.“

Die Gesetzliche Rentenversicherung und die privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherungs-Anbieter prüfen Rentenanträge also nach eigenen Definitionen und Maßstäben. Das bedeutet: Es gibt keinen Automatismus, dass man die eine Rente auch bekommt, wenn die andere bereits bewilligt wurde. Besser ausgedrückt: Wer von der Deutschen Rentenversicherung eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (noch 3 bis 6 Stunden am Tag arbeiten können) bekommt, hat oftmals noch keinen Anspruch aus seiner privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Denn die zahlt in aller Regel erst, wenn man höchstens noch 3 Stunden am Tag arbeiten kann.

Auf eine bestimmte Ursache der Erwerbsunfähigkeit kommt es hingegen nicht an. Es ist egal, ob die Erwerbsunfähigkeit wegen einer sich schleichend verschlimmernden Krankheit, eines Unfalls, oder eines plötzlichen Krankheitsereignisses eintritt.

 

Erwerbsunfähigkeitsversicherung Definition Erwerbsgemindert, Grafikquelle: colourbox.com

Erwerbsunfähigkeit muss man nicht mit im-Rollstuhl-sitzen gleichsetzen. Die häufigste Ursache sind psychische Erkrankungen. Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Grafikquelle: colourbox.com

 

Worauf bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung achten?

Falls wirklich keine Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie in Frage kommt, sondern nur eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, gibt es dennoch jede Menge zu beachten. Hier ein paar der wichtigsten Punkte:

  • So früh wie möglich abschließen;
  • Die Laufzeit so lang wie möglich wählen, am besten bis Endalter 67. Man kann eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht verlängern. Früher auszusteigen, wenn man wirklich ausgesorgt hat, ist hingegen kein Problem;
  • Die Rentenhöhe hoch genug, aber nicht übertrieben wählen: Wer keine andere Absicherung hat, auch keine Ansprüche auf die Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung, sollte sich auf einem Niveau möglichst nahe am Nettoeinkommen absichern. Denn es können noch Steuern und Krankenkassen- bzw. Krankenversicherungsbeiträge fällig werden. Auch sollte noch Geld da sein, um weiter für das Alter vorsorgen zu können, sonst droht dann der finanzielle Absturz. Wer Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente hat, kann die volle Erwerbsminderungsrente berücksichtigen und die Differenz zum Nettoeinkommen als Rentenhöhe anpeilen.

Weitere Hinweise zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung:

  • Die Versicherungsbedingungen sollten das Recht auf jährliche dynamische Erhöhungen, sowie in der Regel auf Nachversicherungsgarantien ohne erneute Gesundheitsprüfung, beinhalten. Damit kann man der Kaufkraftverlust durch die Inflation entgegensteuern;
  • Eine garantierte Rentenerhöhung im Leistungsfall ist aus dem gleichen Grund wie die Dynamik empfehlenswert. Allerdings ist sie mit Mehrkosten verbunden. Ohne diesen Baustein erhöht sich im Fall der Auszahlung die Rente nur, wenn der Versicherer ausreichend Überschüsse erwirtschaften kann;
  • „Voraussichtlich auf Dauer“ (siehe Zitat oben) sollte nach Möglichkeit mit „mindestens 6 Monate“ in den Versicherungsbedingungen konkretisiert werden;
  • Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung muss man die Fragen des Versicherers im Antrag genauestens studieren, um sie korrekt und vollständig beantworten zu können. Wer das auf die leichte Schulter nimmt, riskiert einen „BU-GAU“ – den es ebenso für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung gibt. Manche Versicherer bieten eine Beantragung der Erwerbsunfähigkeits-Versicherung mit vereinfachter Gesundheitsprüfung an, wie z.B. der HDI.

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Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung? Beitragsunterschiede

Manchmal liest man im Netz, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EUV) sei auf jeden Fall billiger, als eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Das stimmt so nicht. Denn es kommt stets auf den Beruf an, den man beim Abschluss ausübt. Das haben wir an Hand der Liste der „gefährlichsten und ungefährlisten“ Berufe probehalber berechnet.

Im Sommer 2017 haben wir eine Vergleichsberechnung sowohl für die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeits-, wie durch eine Erwerbsunfähigkeitsrente vorgenommen. Unser Musterkunde ist Arbeitnehmer, am 01.08.1987 geboren, Nichtraucher, normalgewichtig und möchte gerne 1.500 EUR Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bis zum Alter von 65 Jahren absichern. Keine weiteren Vorgaben, keine Anforderungen an die Qualität der Versicherungsbedingungen. Dementsprechend zeigt die Tabelle, was der Musterkunde nach der Beteiligung an den Überschüssen monatlich für die Absicherung zahlen müsste.

Tabelle Beiträge BUV ./. Erwerbsunfähigkeitsversicherung

NettobeitragNettobeitrag
Berufsunfähigkeits-VersicherungErwerbsunfähigkeits-Versicherung
Berufbilligster Anbieterbilligster Anbieter
Gerüstbauer162 €60 €
Dachdecker162 €60 €
Bergleute162 €58 €
Pflasterer153 €58 €
Fleischwarenhersteller139 €55 €
Estrichleger139 €58 €
Fliesenleger139 €58 €
Zimmerer139 €60 €
Maurer139 €60 €
Stukkateure139 €60 €
Sprengmeister206 €114 €
Isolierer119 €60 €
Bauhilfsarbeiter206 €69 €
Bäcker139 €60 €
Stauer153 €60 €
Kapitäne58 €43 €
Manager47 €38 €
Architekten33 €36 €
Vermessungsingenieure42 €40 €
Apotheker33 €31 €
Verbandsleiter42 €36 €
Gießerei-Ingenieur42 €40 €
Tierärzte45 €41 €
Rechtsvertreter33 €31 €
Fertigungsingenieure42 €31 €
Chemiker33 €36 €
Maschinenbauingenieur39 €36 €
Physiker33 €31 €

 

Wie Sie der Tabellen entnehmen können, zahlen Büroarbeiter und Akademiker für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ungefähr das Gleiche, wie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Es steht für uns außer Frage, dass man dann gleich die höherwertige Absicherung, nämlich die Berufsunfähigkeitsversicherung, nehmen sollte. Bei vielen handwerklichen Berufen dürfte hingegen auch der Preis ausschlaggebend für die Art der Absicherung sein.

Egal, ob Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung – wir helfen Ihnen gern, die richtige Absicherung zu finden.

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Zuletzt aktualisiert am 03.10.2017 Erwerbsunfähigkeitsversicherung