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BU: Annahmequote, Leistungsquote, Prozeßquote

 

Was nützen bei der Auswahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung die BU- Annahmequote, die Leistungsquote oder die Prozeßquote?

Matthias: "Für Insider können diese Quoten ein Teil eines großen Puzzles darstellen. Für Verbraucher sind sie als Entscheidungskriterium nicht zu gebrauchen."

Inhalt

 

Was ist die BU-Annahmequote?

Die BU-Annahmequote ist eine vom Analysehaus Morgen&Morgen definierte Kennzahl. Die zugrunde liegenden Zahlen beruhen auf freiwilligen Auskünften der Versicherer. Morgen&Morgen veröffentlicht nicht die absoluten Zahlen, auf denen die Kennzahl beruht, sondern die Quote.

Die BU-Annahmequote soll darüber Auskunft geben, wie viele der erhaltenen Anträge auf Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung die Versicherer in der Vergangenheit angenommen haben. Also werden für die BU-Annahmequote die angenommenen Anträge ins Verhältnis zu den gestellten Anträgen gesetzt. Dabei zählen mit Zuschlag angenommen Anträge nur zu 2/3, mit Ausschlüssen angenommene Anträge nur zu 1/3.

Im BU-Rating 2017 liegt der niedrigste Wert in der BU-Annahmequote bei 69,82%, der höchste Wert bei 96,88%.

 

Welche Relevanz hat die BU-Annahmequote?

Aus unserer Sicht ist die BU-Annahmequote für Versicherer & Versicherungsvermittler von gewissem Interesse. So kann man grob abgleichen, wie die eigenen Erfahrungen zur allgemeinen Statistik passen. Für jemanden, der sich versichern will, halten wir die Annahmequote für irrelevant. Denn den einzelnen Kunden interessiert ja, wie er sich selber versichern kann und zu welchen Konditionen sein Antrag angenommen wird. Das geht aus der BU-Annahmequote schlicht nicht hervor. Als besseren und sichereren Weg erachten wir den Weg über eine Risikovoranfrage.


Was ist die BU-Leistungsquote?

Die BU-Leistungsquote ist eine ebenfalls vom Analysehaus Morgen&Morgen definierte Kennzahl. Auch diese Zahlen beruhen auf freiwilligen Auskünften der Versicherer. Auch hier werden die absoluten Zahlen nicht veröffentlicht.

Für die BU-Leistungsquote setzt das Analysehaus den gemittelten Durchschnitt an anerkannten Leistungsfällen der letzten 3 Jahre ins Verhältnis zu den im gleichen Zeitraum gestellten Leistungsanträgen. Die BU-Leistungsquote ist eines von drei Kriterien für das Teilrating BU-Kompetenz. Weitere Kriterien sind „Professionalität der Leistungsfallprüfung“ und „Service im Leistungsfall“.

Im BU-Rating 2017 liegt der niedrigste Wert in der BU-Leistungsquote bei 50%, der höchste Wert bei 92,99%.

 

Welche Relevanz hat die BU-Leistungsquote?

Aus unserer Sicht ist die BU-Leistungsquote als einzelne Kennzahl nicht nur irrelevant, sie schadet als Auswahlkriterium für einen BU-Anbieter auch mehr, als sie nutzt. Einen wunderschönen Beleg dafür erbachte 2015 Spiegel Online. Im Artikel „Berufsunfähigkeit Hier haben Versicherte die besten Chancen auf ihr Geld“ veröffentlichte die Redaktion eine Rangliste der BU-Leistungsquoten. Den ersten Platz belegte damals die Condor Lebensversicherung mit einer Quote von 92,3%. Dem Titel zufolge hat man bei der Condor also die beste Chance auf Anerkennung der Berufsunfähigkeit. Auch im aktuellen BU-Rating von Morgen&Morgen hat die Condor die höchste Leistungsquote. Da aber noch die Professionalität der Leistungsfallprüfung und der Service im Leistungsfall gewertet werden, bekommt die Condor bei Morgen&Morgen im Teilrating BU-Kompetenz ingesamt nur vier von fünf Punkten und ein durchschnittlich für die Leistungsquote.

Dem versicherungswilligen Kunden, der heute eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt und der in 8, 18, oder 28 Jahren berufsunfähig wird, bringt das Wissen um eine BU-Leistungsquote der Jahre 2012-2015 rein gar nichts. Nullkommanichts. Für wesentlich wichtiger halten wir es, Fehler beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst zu vermeiden und sich professionelle Hilfe im Leistungsfall zu besorgen.

 

Sie suchen noch die Richtige? [Berufsunfähigkeitsversicherung] Grafikquelle: colourbox.com

Wenn Sie noch die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung suchen, werden Ihnen Annahmequote, Leistungsquote und Prozeßquote kaum weiterhelfen. Bildquelle: colourbox.com


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Was ist die BU-Prozeßquote?

Für die BU-Prozeßquote gibt es gleich 2 „Anbieter“:

  • Der Brancheninformationsdienst „map-report“ setzt für seine BU-Prozeßquote einfach den Durchschnitt der Leistungsprozesse in einem 5-Jahreszeitraum in das Verhältnis der „durchschnittlich regulierten Schäden“ des gleichen Zeitraums. Im map-report 781-783 finden sich dazu auch die absoluten Zahlen. Im Jahr 2011 lag demnach die niedrigste BU-Prozeßquote beim map-report bei 1,16%, die höchste bei 12,38%.
  • Die Prozeßquote bei Morgen&Morgen setzt hingegen die Anzahl der von den Versicherern in einem 3-Jahreszeitraum verlorenen Prozesse ins Verhältnis zu den von diesem Versicherer im gleichen Zeitraum abgelehnten Leistungsanträgen. Absolute Zahlen veröffentlicht das Analysehaus auch dazu nicht. Im aktuellen BU-Rating 2017 des Analysehauses liegt die niedrigste Prozeßquote bei 0,00%, die höchste bei 6,61%.

Folglich gibt es „die“ BU-Prozeßquote gar nicht, sondern zwei ganz unterschiedliche Kennzahlen, beide wiederum auf Basis freiwillig mitgeteilter Daten der Versicherer.

 

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Welche Relevanz hat die eine und die andere BU-Prozeßquote?

Aus unserer Sicht sind beide BU-Prozeßquoten als einzelne Kennzahlen für die Auswahl eines Versicherers ungeeignet. Das liegt nicht zuletzt daran, daß Versicherer Prozeße manchmal auch führen müssen. Zum Beispiel, um tatsächlich ungerechtfertigte Ansprüche abzuwehren. Letztlich hängt vieles aber auch vom Ausgang eines Verfahrens ab: Zu wessen Gunsten fallen die Urteile aus? Durch wieviele Instanzen werden Rechtstreitigkeiten ausgetragen? Wie will man Vergleiche bewerten, über die die Kunden mal froh und mal zerknirscht sein können? Demzufolge erscheint uns das Thema zu komplex zu sein, um es durch eine einzelne Kennzahl ausdrücken zu können.

Schließlich stellt sich uns auch hier die Frage, was dem Kunden, der in vielen Jahren berufsunfähig wird, eine Kennzahl aus der Zeit vor dem Abschluss seines Vertrages nutzen soll? Wichtiger erscheint uns da schon eher die Überlegung, ob man zur Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine Rechtsschutzversicherung braucht?

 

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Zuletzt aktualisiert am 03.10.2017 Annahmequote, Prozeßquote, Leistungsquote