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Arbeitsunfähig – wann ist man das?

 

Wenn Sie schon einmal „krankgeschrieben“ waren, waren Sie auch bereits arbeitsunfähig. Aber was bedeutet arbeitsunfähig genau?

Anja: "Arbeitsunfähig, berufsunfähig, erwerbsunfähig: Alles unterschiedliche Abschnitte, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann."

Inhalt

 

Arbeitsunfähig?

Als arbeitsunfähig gelten Sie, falls Sie auf Grund eines medizinischen Befundes vorübergehend Ihre vertraglich geschuldete berufliche Tätigkeit nicht ausüben können. Es muss also ein krankhafter Zustand vorliegen. Wenn dieser Zustand länger als 3 Kalendertage andauert, müssen Arbeitnehmer sich die Arbeitsunfähigkeit ärztlich bescheinigen lassen und spätestens einen Tag später ihrem Arbeitgeber vorlegen. Die Rechtsgrundlage dafür findet sich in § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG).

Ihr Arzt schreibt Sie also krank, Sie erhalten den bekannten ‚gelben Zettel’. Auf der Version für die Krankenkasse muss der Arzt eine Diagnose angeben. Die ärztliche Prognose lautet, dass Sie vermutlich wieder gesund werden. Oftmals wird während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit auch eine konkrete Behandlung oder Therapie durchgeführt.

Arbeitsunfähig? Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Muster 2016

Arbeitsunfähig? Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Muster 2016. Grafikquelle: kvno.de

Arbeitsunfähigkeit ist kein Dauerzustand: Entweder endet sie durch Heilung und man kann wieder arbeiten, oder es verbleibt eine dauerhafte Einschränkung, eine Invalidität.

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Lohnfortzahlung, Krankengeld – und dann?

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Auch das steht im oben genannten Gesetz. Der Arbeitgeber muss das Gehalt bis zur Dauer von 6 Wochen weiterzahlen.

Nach 6 Wochen ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit übernimmt bei gesetzlich Krankenversicherten die Gesetzliche Krankenkasse die Zahlung des sogenannten Krankengeldes. Wegen verschiedener Abzüge ist das dann nur noch etwa 75% des bisherigen Nettogehalts. Maximale Dauer der Krankengeldzahlung: 78 Wochen.

Dauern die Beschwerden an, endet die Arbeitsunfähigkeit formal und es gilt für die oder den Betroffenen ein neuer Status. Je nach Schwere der Beeinträchtigung kann man als behindert, pflegebedürftig, oder auch erwerbsgemindert eingestuft werden. Bei lang anhaltender Arbeitsunfähigkeit ist also der finanzielle Abstieg vorprogrammiert – bis zur sicheren Altersarmut.

731 € im Monat: Das ist die Höhe der durchschnittlichen Erwerbsminderungsrente im Jahr 2015, ohne Unterscheidung in volle und halbe Erwerbsminderungsrenten. Quelle: DRV. Grafik www.helberg.info

Wenn Sie auf Ihre Arbeitskraft angewiesen sind, sollten Sie sie daher vernünftig absichern: Mit einer Krankentageldversicherung für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit und einer BU-Versicherung für die Zeit danach.

 

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Zuletzt aktualisiert am 03.10.2017 Wann gilt man als arbeitsunfähig?