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Arbeitsunfähig – wann ist man das?

 

Arbeitsunfähig waren Sie bereits, wenn Sie schon einmal „krankgeschrieben“ waren. Wissen Sie, was arbeitsunfähig genau bedeutet?

Anja: "Arbeitsunfähig, berufsunfähig, erwerbsunfähig: Alles unterschiedliche Abschnitte, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann."

Inhalt

 

Arbeitsunfähig?

Als arbeitsunfähig gelten Sie, wenn Sie auf Grund eines medizinischen Befundes vorübergehend Ihre vertraglich geschuldete berufliche Tätigkeit nicht ausüben können. Es muss also ein krankhafter Zustand vorliegen. Wenn dieser Zustand länger als 3 Kalendertage andauert, müssen Arbeitnehmer sich die Arbeitsunfähigkeit ärztlich bescheinigen lassen und spätestens einen Tag später ihrem Arbeitgeber vorlegen. Die Rechtsgrundlage dafür findet sich in § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EntgFG).

Ihr Arzt schreibt Sie also krank, Sie erhalten den bekannten ‚gelben Zettel’. Auf der Version für die Krankenkasse muss der Arzt eine Diagnose angeben. Es wird während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit meistens auch eine konkrete Behandlung oder Therapie durchgeführt. Bei längerer Arbeitsunfähigkeit kann durch eine stufenweise Wiedereingliederung versucht werden, zurück an den alten Arbeitsplatz zu kommen.

Ist man arbeitsunfähig, wird Arbeitnehmern eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt.

Ist man arbeitsunfähig, wird Arbeitnehmern eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt.

Arbeitsunfähigkeit ist aber kein Dauerzustand. Schließlich endet sie entweder durch Heilung und man kann wieder arbeiten, oder es verbleibt eine dauerhafte Einschränkung, eine Art Invalidität.

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Arbeitsunfähig: Lohnfortzahlung, Krankengeld – und dann?

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Sogar das steht im oben genannten Gesetz. Der Arbeitgeber muss das Gehalt bis zur Dauer von 6 Wochen weiterzahlen.

Nach 6 Wochen ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit übernimmt bei gesetzlich Krankenversicherten die Gesetzliche Krankenkasse (AOK, Techniker, Barmer usw.) die Zahlung des sogenannten Krankengeldes. Wegen verschiedener Abzüge sind das dann nur noch etwa 75% des bisherigen Nettogehalts. Die maximale Dauer der Krankengeldzahlung wegen der gleichen Erkrankung beträgt 78 Wochen.

 

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Falls die Beschwerden andauern, endet die Arbeitsunfähigkeit formal und es gilt für die oder den Betroffenen ein neuer Status. Je nach Schwere der Beeinträchtigung kann man als behindert, pflegebedürftig, oder auch erwerbsgemindert eingestuft werden. Wenn Sie also lang anhaltend arbeitsunfähig bleiben, ist also der finanzielle Abstieg vorprogrammiert – bis zur sicheren Altersarmut.

716 Euro / Monat Erwerbsminderungsrente bekamen neue Rentner*innen im Jahr 2017 durchschnittlich, wenn sie keine 3 bzw. keine 6 Stunden am Tag mehr arbeiten konnten. Quelle: Deutsche Rentenversicherung.

 

 

Solange Sie auf Ihre Arbeitskraft angewiesen sind, sollten Sie sie daher vernünftig absichern: Erstens mit einer Krankentageldversicherung für Zeiten in den Sie arbeitsunfähig sind. Zweitens mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung für die Zeit danach.

 

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    Zuletzt aktualisiert am 19.03.2021 Wann gilt man als arbeitsunfähig?