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18
Feb
2014

Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer

Kategorie: Verbraucherschutz, Versicherungsvertrieb  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  17 Kommentare

Nein, einen solchen „Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“ gibt es noch nicht. Mit diesem 10 Punkte-Kodex würde sich nämlich wirklich etwas ändern.

 

Verhaltenskodex: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Bildquelle: colourbox.comDie Deutsche Versicherungswirtschaft möchte ihr ramponiertes Image aufbessern: Mittels eines Verhaltenskodex. Während man aktuell unabhängigen Vermittlern einen solchen Kodex auf’s Auge drücken will, zeigt gerade Marktführer Allianz, dass man es damit bei sich selbst nicht so genau nimmt.

 

Liebe Versicherer, Ihr macht so vieles richtig. Und so vieles falsch. Ihr lasst Euch in die Defensive treiben und klammert Euch an die Hoffnung, mit ein paar Allgemeinplätzen verlorenes Vertrauen zurück gewinnen zu können? Das wird nur so garantiert nicht funktionieren.

Falls Ihr eine Orientierung an den Interessen von Verbrauchern wirklich ernst nehmen wollt, werden einige von Euch so einiges zu ändern haben. Worten werden Taten folgen müssen. Wenn es wenigstens erst einmal die richtigen Worte wären! Ich mache hier einen Vorschlag dazu: Sicherlich – ganz unjuristisch formuliert. Eben so, dass es Verbraucher verstehen können. Es geht ja schließlich um ihr Vertrauen…

 

„Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“

  1. Für Verbraucher unnütze Policen bieten wir gar nicht erst an – auch wenn wir sie verkaufen könnten.
  2. Wir klären bereits vor Vertragsschluss und anschließend wiederkehrend unsere Kunden gezielt darüber auf, dass die Absicherung Existenz -bedrohender Risiken Vorrang vor anderen Versicherungen hat.
  3. Wenn wir oder unsere Vertreter Versicherungen vermitteln und Verbraucher dazu beraten, dokumentieren wir die Beratung nach Mindestanforderungen und verzichten auf sinnentleerte ‚Ankreuz-Protokolle’.
  4. Wenn wir unsere Versicherungsbedingungen ändern, stellen wir Übersichten zur Verfügung, an welchen Stellen sich was im Vergleich zur Vorgängerversion geändert hat. Bei Anschlussverträgen, oder Vertragsänderungen, denen andere Versicherungsbedingungen zugrunde liegen sollen, enthalten bereits unsere Angebote solche Übersichten mit den wesentlichsten Punkten.
  5. Einen versicherten Leistungs- bzw. Schadensfall zu regulieren, fassen wir als unsere Gegenleistung zur Beitragszahlung unserer Versicherungsnehmer auf. Ohne konkreten Hinweis gehen wir nicht davon aus, dass unsere Versicherten uns betrügen wollen.
  6. Wir erkennen das Recht eines jeden Versicherungsnehmers an, selbst zu entscheiden, welcher Versicherungsvermittler seinen Versicherungsvertrag betreuen soll. Ist in den Beitrag für den Versicherungsvertrag von uns bereits eine Vergütung für die Betreuung einkalkuliert, so kehren wir diese Vergütung entweder an den entsprechend benannten Versicherungsvermittler aus, oder reduzieren den vom Versicherungsnehmer zu zahlenden Beitrag in entsprechender Höhe.
  7. Dem Wunsch unserer Versicherungsnehmer, über einen Versicherungsmakler oder –Berater zu korrespondieren, kommen wir unverzüglich nach.
  8. Wir zahlen gewerblich tätigen Versicherungsvermittlern keine Vorschüsse für Versicherungsverträge, die sie noch nicht vermittelt haben.
  9. Wir akzeptieren Versicherungsmakler als unabhängige, auf der Seite der Versicherungsnehmer stehende, Vermittler. Wir machen Versicherungsmaklern keine Umsatzvorgaben und loben keine umsatzabhängige Bonusvergütung aus. Versicherungsmaklern und Versicherungsberatern stellen wir courtagefreie („Netto“-) Tarife zur Eigenkalkulation ihrer Vergütung zur Verfügung.
  10. Wer der Meinung ist, dass wir gegen diesen Kodex verstoßen, kann sich bei einer Beschwerdestelle (Versicherungsombudsmann) beschweren. Die Beschwerdestelle kann Sanktionen in Abhängigkeit von der Schwere des Verstoßes verhängen. Sie veröffentlicht eine Statistik, wie viele Beschwerden gegen uns im Verhältnis zur Anzahl unseres Vertragsbestandes zu jedem einzelnen Punkt des Kodex erfolgreich waren.

 

Ihre Meinung zu einem solchen „Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“?

Hinterlassen Sie gern hier unten Ihren Kommentar, oder nutzen Sie dafür die sozialen Netzwerke.

Wenn Sie den „Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“ gerne teilen, kopieren, weiterreichen möchten, können Sie das gern tun – bitte mit Quellenangabe.

Hier können Sie den „Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“ als pdf downloaden.

Für Diskussionen im Web nutzen Sie bitte den Hashtag #VfvV.
Hier finden Sie uns in den sozialen Netzwerken:

 

Reaktionen:

 

20.02.2014: Lebhafte Diskussion

Lebhafte Diskussion auf ProContra.

 

FB-Kommentar: Klingt aus Verbrauchsicht durchaus sehr vernünftig (und verständlich).

Kommentar auf unserer Facebook-Fanpage

„Fundstück“ auf pfefferminzia.de

"Fundstück" auf Pfefferminzia.de

Snapshot pfefferminzia.de

Hier geht es zum Beitrag auf pfefferminzia.de.

 

19.02.2014: „Thema des Tages“ beim Tagesbriefing:

"Gegen den GDV-Kodex. Für den Verbraucher" schreibt das Tagesbriefing

Snapshot: tagesbriefing.de

Hier geht es zum Thema des Tages beim Tagesbriefing.

Der versicherungstip (vt) druckt den kompletten „Verhaltenskodex für verbraucherorientierte Versicherer“ ab:

vt druckt "Verhaltenskodex für verbraucherorientiete Versicherer" ab

Quelle: vt 8/2014

 

18.02.2014: Procontra online: Plädoyer für einen ernst gemeinten Kodex

2014.02.18_procontra_zum_vfvv

Quelle: Snapshot www.procontra-online.de

Zum Lesen des Artikels auf Procontra hier klicken.

Kommentare zu diesem Beitrag

Sven Hennig  |   18. Februar 2014 um 10:33 Uhr

Hallo Hr. Helberg,

Danke, kann ich auch so unterschreiben.

Das Problem ist in vielen Fällen leider, dass die Versicherer den Unterschied zwischen Versicherungsmakler und Vertreter nicht verstehen. Ich finde es persönlich ganz furchtbar, dann werden Tank-Gutscheine oder sonst irgendwelche Benefits angeboten und verteilt, und das schlimme an der ganzen Sache ist, es gibt leider viele Kollegen bei genau denen das wirkt.

O.k., die haben meist auch keine Ahnung von dem was sie da eigentlich verkaufen (was schlimm genug für den Kunden des) aber die Gesellschaften fördern so einen Unsinn natürlich.

Ich habe noch einen weiteren Punkt,

11. Wir verpflichten uns als Versicherer Produkte so zu gestalten, dass diese bedarfsgerecht sind und elementare Risiken decken. Weiterhin erklären wir ausdrücklich dass wir Produktmerkmale nicht an Vergleichsprogrammen ausrichten.

Das ist leider etwas was in den letzten Jahren gerade in der Kranken-Berufsunfähigkeitsversicherung immer mehr zugenommen hat. Bewertet ein Softwarehersteller plötzlich ein Kriterium gut, was bis vor kurzem noch schlecht gewesen ist, fangen die Gesellschaften an ihre Produkte umzubauen.

Solange also die Softwareanbieter bestimmen was zum Beispiel in Berufsunfähigkeit Bedingungen gut oder schlecht ist, sind wir noch weit von verbraucherfreundlichen Bedingungen entfernt. Leider!

Angela Baumeister  |   18. Februar 2014 um 10:34 Uhr

Sehr schön! Wobei Punkt 5 eigentlich von der Rechtsprechung schon geregelt ist. Der Versicherer hat erst einmal vom redlichen Versicherungsnehmer auszugehen. Und die meisten Punkte sollte gängige Praxis und selbstverständlich sein. Na ja, Theorie und Praxis, hm? 😉

[…] Quelle: Helberg […]

Volker Müller  |   18. Februar 2014 um 20:59 Uhr

Hallo Herr Helberg,

klasse, genau so sollte es sein. Auch der Nachtrag von Herrn Hennig.

Ich versuche aktuell VR mit einer eigenen AO zu meiden. Dort sind wir Makler ungewollte Marktteilnehmer, die es zu vertreiben gilt. Die Allianz ist gerade das beste Beispiel… wobei die Nürnberger, Stuttgarter, Ergo und Zurüch z.B. nicht besser sind.

Und die Vergleichsprogramme finde ich dahingehend gut, das VR endlich ihre Tarife überarbeiten. Vor 10 Jahren waren die Dinger z.B. in Kranken deutlich schlechter…

Gruß,
Volker Müller

Markus Kopka  |   19. Februar 2014 um 11:38 Uhr

Es gibt doch etliche mehr oder weniger einflussreiche Maklerverbände, oder? Warum muss ein einzelner geradeaus laufender Versicherungsmakler so etwas aufsetzen? Warum machen das nicht unsere Interessenvertreter. Es gehört noch etwas ausgefeilt…aber… „Top Idee“! Soweit ich das mitbekommen habe, sind wir 46.000 Makler? Wie kann man so etwas anschieben und öffentlich machen? Petition, etc..? :))) Ich glaube, hier würden nicht nur Makler, sonder auch viele Verbraucher und vermutlich auch die geliebten Verbraucherschützer aufspringen. Letztere bringen außer Unfrieden auch oft nichts richtiges zu Stande.

fuw der Ruhestandsplaner GmbH  |   19. Februar 2014 um 13:10 Uhr

Super Initiative. Es sind genau die Punkte, die wir als Makler in der täglichen Arbeit realisieren; und es gehört noch mehr dazu.
Deshalb sollten wirklich die Maklerverbände hier die Initiative aufgreifen, um endlich mal für die Makler was positives zu organisieren – und die Öffentlichkeitsarbeit ist hier von besonderer Bedeutung. Verbraucherschützer werden nicht auf den Zug springen, um dabei zu sein.
Jürgen H. Schuster

Fundstück: Kodex für verbraucherorientierte Versicherer  |   19. Februar 2014 um 15:48 Uhr

[…] schreibt in seinem Blog: “Liebe Versicherer, Ihr macht so vieles richtig. Und so vieles falsch Ihr lasst Euch in die […]

Kramer Ralf  |   19. Februar 2014 um 16:32 Uhr

Hallo liebe Kollegen,

die Initiative wird ausdrücklich vom IGVM , ein junger, streitbarer Maklerverband, unterstützt.

Von Makler für Makler. Jeder ist gerne eingeladen, dort mitzumachen.

http://igvm.de/

Kramer Ralf, der auch überzeugter IGVM´ler ist

Uwe Wolff  |   19. Februar 2014 um 21:59 Uhr

Ein guter- wenn auch konfrontativer – Ansatz des geschätzten Kollegen Helberg, der sehr deutlich aufzeigt, in wessen Lager der Versicherungsmakler steht und in wessen Lager eben nicht. Innerhalb der INTERESSENGEMEINSCHAFT DEUTSCHER VERSICHERUNGSMAKLER (IGVM) e.V. fand dieser Ansatz des Verbandsgründers und langjährigen Vorsitzenden bereits im Vorfeld breite Zustimmung bei den Mitgliedsunternehmen und beinhaltet gute Ansätze, auf deren Basis ein Forderungskatalog an die Adresse der Versicherungsunternehmen für eine ehrliche und nachhaltige Zusammenarbeit mit Versicherungsmaklerunternehmen formuliert werden kann. Bereits seit Einführung des Verhaltenskodex in seiner ersten Version in 2010 übten Matthias Helberg und die IGVM massive Kritik. Vor der Gängelung der Maklerunternehmen durch die Versicherungswirtschaft durch die Umsetzung des „verschärften Verhaltenskodex“ haben wir insbesondere im Sommer 2013 eindringlich gewarnt. Was sich nun abzeichnet, nämlich ein Frontalangriff auf die durch Gesetzgeber und Rechtsprechung normierte Unabhängigkeit der Versicherungsmaklerunternehmen als Sachwalter ihrer Kunden, sollte nicht unwidersprochen hingenommen werden – auch im Interesse des Verbraucherschutzes. Es bedarf zeitnah eines alternativen Modells, damit es auch zukünftig „freie“, „unabhängige“ und auf Augenhöhe agierende Sachwalter von Kundeninteressen gibt und nicht nur durch die Versicherungswirtschaft und „Einkaufsgemeinschaften“ gesteuerte Vertriebseinheiten.

Uwe Wolff, Versicherungsmakler und (Vorstands-) Mitglied der IGVM e.V.

E. Stopp  |   20. Februar 2014 um 19:00 Uhr

Dem Helberg-Kodex stimme ich vollumfänglich zu!! Er zeigt inhaltlich genau die Probleme auf, die uns tagtäglich bewegen, in unserer Arbeit behindern und die eben nicht im Kundeninteresse sind. Auch lehne ich die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen der GDV Lobbyisten “ gut beraten “ ab. Dazu gibt es weder eine rechtliche Grundlage, auch keine inhaltlichen Hinweise, dass es wirklich um Bildung und nicht um Produktschulungen im Sinne der Anbieter geht. Manches könnte kontrovers verlaufen, siehe Punkt 1 des Helberg -Kodex. Denn Riester R Enten sehe ich als ein Produkt an, was kein Mandant wirklich braucht!! Eberhard Stopp Versicherungsmakler

E. Stopp  |   20. Februar 2014 um 19:18 Uhr

Noch eine Ergänzung, was fehlt: Die VR verzichten ausdrücklich ( juristisch einklagbar) auf die willkürlichen Kündigungen von Courtagezusagen( Vereinbarungen) gegenüber dem Makler. Diese dürften nur dann erfolgen können, mit der Nachprüfbarkeit durch ein Gericht, wenn Verstöße gegen einschlägige Gesetze nachgewiesen werden können.
Es ist stark zu befürchten, dass die VR, der GDV; niemals einem solchen Kodex zustimmen werden.
Dieser Kampf muss auf der politischen Ebene ausgetragen und der Gesetzgeber muss aktiv werden. Sonst wird das nichts.
Den Maklern werden die seriös arbeitenden Partner -VR ausgehen!! Axa, , Allianz, Zurich, …HDI, ERGO, Generali, Württembergische, und neu auch VHV …werden niemals einem solchen Kodex zustimmen. Sie kennen nur ein Argument: Profit für die Aktionäre. Eberhard Stopp

E. Stopp  |   21. Februar 2014 um 09:17 Uhr

Aber wie steht es mit der Einhaltung des Helberg-Kodex zwischen Makler und Mandanten (Punkt 1 …keine ungeeigneten Produkte ..) aus? Sollten diese Regeln dann im Verhältnis Makler-Mandant nicht auch gelten? Haben nicht viele Makler diese Regeln gegenüberihren eigenen Mandanten längst gebrochen, vergessen? Wen Makler auf Ihrer Homepage oder in Beratung mit Mandanten die Raffelhüschen-Lügen und Halbwahrheiten zur Demografie weiter geben, unkommentiert, wenn Makler die Rürup-u. Riester R Enten hochjubeln, sogar Riester-Werbefilme auf Ihrer Homepage verbreiten ( Bi..), wenn Makler Ihren Mandanten einreden, diese Rentenversicherungen wären Insolvenzgeschützt, wenn Makler Ihre Mandanten in den Glauben lassen, es gibt eine „Garantierte Rente „ ; ….wenn die Makler alle das Ihren Mandanten sagen, verstoßen Sie dann nicht gegen Ihren eigenen Kodex? Geht es dabei um die Interessen des Mandanten oder die Courtage des Maklers? Gibt es einen schlüssigen Beweis, dass kapitalgedeckte Vorsorge besser für den Kunden/ Beitragszahler sei, als umlagefinanzierte Vorsorge? Ist es nicht das schlimmste Eingeständnis des Scheiterns, wenn sogar Finanztest und Anbieter behaupten, die Riester R Ente rechne sich besonders (erst) durch die Zulagen? Hallo? Das sind Steuergelder, die missbräuchlich verwendet werden. Haben Sie dem Kunden schon mal erklärt, dass nach dem Riester –Prinzip die Belastung aus dem Nettolohn für den Pflichtversicherten um ein vielfaches höher als bei der „ Umlagerente“ ist und er trotzdem nicht mehr, sondern weniger Rente erhält?
Es ist mir klar, dass bei Verzicht, bzw. bei ordnungsgemäßer Angaben der Nachteile und Risiken (ESM / Fiskalpakt, § 89 VAG, VVG §§ 153, 163, 169) für die untauglichen Altersvorsorgeprodukte die meisten Maklerfirmen in Existenznöte geraten würden. Und die VR, deren Vorstände? Ist es bei Ihnen nicht genau auch diese Angst um Ihre Existenz als Vorstand, Ihre Angst zu versagen, Ihre Angst die Erwartungen der Aktionäre nicht zu erfüllen und abgelöst zu werden, oder gar von einer anderen Gesellschaft geschluckt zu werden? Erinnert sei an den Suizid des Finanzvorstandes der Zurich.
Und wir sollten nicht übersehen, was um uns herum geschieht; Abzocke, Dumpinglöhne, Ausspähung durch Geheimdienste (wer hier die Rolle von Facebook und co. übersieht …ist naiv, soziale Netzwerke? es sind KOMMERZ-Netzwerke!!Ausspähungsplattformen NSA), schrittweise Vernichtung der Sozialversicherungen und den Ausstieg der Arbeitgeber aus Tarifverträgen und der Sozialversicherungspflicht, der Terror durch die EU-Bürokraten und deren Lobbyisten, die Aktivitäten der Atlantischen Netzwerker ( Bilderberger) um wirklich alles zu privatisieren, was irgend wie zu privatisieren geht- eben auch Vorsorge und Wasser, Krankenhäuser…! Demokratie? Das Parlament hat sich mit ESM/ Fiskalpakt selbst entmachtet und die Macht über Steuergelder ein paar Bürokraten und Lobbyisten der EU überlassen. Diese Koalition, aus SPD (Verrätern) und schlimmsten neoliberalen Politikern der CDU, was wird die bringen? Auslandseinsätze, um die USA zu entlasten und deren Erfüllungsgehilfe zu spielen. Rentenkürzungen? Weitere Mogelpackungen wie die Rente mit 63? Und was ist mit dem Grundgesetz Artikel 146 und 20 (sozialer Bundesstaat)? Solange die Menschen der Wirtschaft dienen müssen, und nicht die Wirtschaft den Menschen, so lange wird sich nichts ändern, auch an der Grundlage der Makler-Tätigkeit nicht.
Es geht nur um eins: Umsatz, Profit und Macht. Vermittler in der Finanzbranche sind schon lange zu Handlangern dieses Prinzips geworden, jedenfalls viele.
Übrigens steht auf meiner Homepage, Menü „ Altersvorsorge“: Hiermit erkläre ich, Eberhard Stopp, dass ich weder die Rürup -; noch die Riester R Ente als ein geeignetes Produkt zur Altersvorsorge empfehlen kann.
So gut Initiativen, wie der Helberg-Kodex sind, sie kratzen nur an der Oberfläche, am Schein, aber nicht an den Ursachen, am Sein.
Eberhard Stopp Versicherungsmakler 21.02.2014 9,18 UHR

Volker Müller  |   21. Februar 2014 um 18:35 Uhr

Der BVK hat inzwischen auch einen „Kodex für Versicherungsvermittler“ -> http://www.bvk.de/system/files/BVK-Compliance_Tugenden.pdf

E. Stopp  |   27. Februar 2014 um 09:43 Uhr

Aber vielleicht liegt es auch an dem Begriff: … “ verbraucherorientierter Versicherer “ ??
Gibt es die überhaupt? Vielleicht ein paar VvaG , wie die Haftpflichtkasse Darmsatdt, aber ein Vetrsicher als AG ( Aktiengesellschaft ) kennt nur ein Argument: Profit.
Übrigens haben nun auch andere Makler die Änderung der Courtagezusage von Allianz erhalten, siehe Versicherungsbote.de.
Dem sollten wir Makler widersprechen, auch auf die Gefahr hin, dass die Courtagezusage vom VR gekündigt wird und wir umdecken müssen.
E. Stopp

Volker Müller  |   27. Februar 2014 um 10:27 Uhr

Hallo zusammen,

ich poole mein Geschäft und habe dort nachgefragt. Ja, der Nachtrag ist auch dort angekommen und stillschweigend abgelegt worden. Auf meinen Widerspruch habe ich nichts mehr gehört, da ich keine eigenen Anbindung habe, wird auch nix mehr kommen.

Da heißt es wohl jetzt, kein Allianz-Geschäft mehr machen …

Gruß,
Volker Müller

E. Stopp  |   27. Februar 2014 um 10:39 Uhr

Hier im Osten….würde mir als Makler auch niemals einfallen, Allianz -Produkte zu vermitteln. Diese sind im Vergleich ( zumindest Ssch, Privat ) so grottenschlecht, das wäre ja schon eine Haftungsfrage. Und Allianz mauert wo sie kann: Post wird nicht, oder nach 3- 6 Wochen beantwortet, Datenschutz?; Versicherungen nach Schäden gekündigt ( Elementarschäden) und die bei mir bisher aufgetauchten ehemaligen Allianz-Kunden waren alle unterversichert, bzw. Verträge seit Jahren ( meist über 10 jahre ..und länger) nicht aktualisiert. Höhepunkt: Ein Einfamilienhaus mit 3400 M 1914 policiert, Hausrat komplett unterversichert ( nach Anzahl Zimmer) aber das Rentner-Ehepaar hatte 5 ( davon 4 UPR) Unfallversicherungen!! Mein Vorschlag: Umbenennen: Arroganzia !!

E. Stopp  |   27. Februar 2014 um 11:47 Uhr

Als hätte es dieser Nachricht bedurft:
Zitat : http://www.versicherungsbote.de/id/4791904/Allianz-Dividende-Erhoehung-Geschaeftsjahr-2013/
Rekordgewinn !

Die Allianz Versicherung machte im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als 10 Milliarden Euro. Aktionäre der Allianz können sich nun über eine Erhöhung der Dividende freuen: und müssen fürchten, dass der Aufwärtstrend 2014 vorerst gestoppt wird.

Allianz schüttet mehr Dividende an Aktionäre aus
Die Allianz Treptowers in Berlin. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der operative Gewinn des Weltkonzerns über 10 Milliarden Euro.
Foto: Pressefoto Allianz
Die Allianz Versicherung machte im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als 10 Milliarden Euro. Aktionäre der Allianz können sich nun über eine Erhöhung der Dividende freuen: und müssen fürchten, dass der Aufwärtstrend 2014 vorerst gestoppt wird.

2013 war ein gutes Jahr für die Allianz. Der deutsche Versicherungsgigant verdiente so viel wie seit der Finanzkrise nicht mehr: etwa 10,1 Milliarden Euro betrug der operative Gewinn und liegt damit acht Prozent über dem Vorjahresniveau. Das kommt nun auch den Aktionären zugute, denn wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte, steigt die Dividende von 4,50 Euro auf 5,30 Euro je Aktie. Der Umsatz wuchs um 4,1 Prozent auf 110,8 Milliarden Euro. …. Zitat Ende.

Verbraucherorientierter Versicherer ? Wo gibt es die?

E. Stopp

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