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Krankentagegeldversicherung

 

Vor der Krankentagegeldversicherung ein Exkurs „Krankengeld aus der GKV“

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) pflichtversicherter Arbeitnehmer sind, haben Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Anspruch auf Zahlung eines Krankengeldes ab der siebten Woche einer Arbeitsunfähigkeit (der Arbeitgeber übernimmt die ersten 6 Wochen der Lohnfortzahlung in voller Höhe).
Das Krankengeld der GKV beträgt 70% vom Bruttoeinkommen, jedoch maximal 90% vom Nettoeinkommen. Hiervon werden noch Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-, Pflegepflicht-, und Rentenversicherung abgezogen, sodaß unter dem Strich noch etwa 70-75% des letzten Nettoeinkommens stehen. Verdienen Sie also beispielsweise 2.000.- EUR netto, müssen Sie mit einem Krankengeld von etwa 1.400.- bis 1.500.- EUR rechnen, der Rest fehlt in der Kasse. Noch größer wird die Lücke, wenn Ihr Nettogehalt deutlich höher liegt, da das Krankengeld (nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge) auf maximal rund 2.300 EUR begrenzt ist.
Die Zahlung des Krankengeldes aus der GKV endet, wenn Sie andere Sozialversicherungsleistungen (z.B. eine Erwerbsminderungsrente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung) beziehen, spätestens jedoch nach 78 Wochen einer Arbeitsunfähigkeit auf Grund der gleichen Erkrankung.

An Hand des Zeitstrahls unten verdeutlichen wir die (Einkommens-) Entwicklung von der Arbeitsunfähigkeit zur Erwerbsunfähigkeit.

 

Krankentagegeldversicherung

Eine Krankentagegeldversicherung soll während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit / Krankschreibung das Einkommen sichern. Arbeitnehmer können sich nach 6 Wochen Karenzzeit (in denen der Arbeitgeber den Lohn weiterzahlt), Selbständige und Freiberufler auch bereits früher absichern. Eine Absicherung für Nicht-Erwerbstätige (z.B. Hausfrauen, Arbeitslose) ist nicht möglich.

Es macht keinen Sinn, das Krankentagegeld (deutlich) höher als das Nettoeinkommen abzusichern, da der Versicherer im Leistungsfall das Einkommen prüfen und die versicherte Leistung gegebenenfalls absenken kann. Ohne Krankentagegeldversicherung muss andererseits bei länger andauernder Krankheit mit hohen Einkommenseinbußen gerechnet werden.

Die Höhe der Beiträge richtet sich nach der Höhe des Tagegeldes, der Karrenzzeit, sowie dem Alter und dem Geschlecht (jedenfalls bis Dezember 2012) der zu versichernden Person.

Das Krankentagegeld wird kalendertäglich berechnet und im Leistungsfall in der Regel wöchentlich abgerechnet. Als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit müssen Selbständige und Freiberufler jede Woche das sogenannte ‚Pendelformular‘ dem Versicherer einreichen, auf dem der behandelnde Arzt den Behandlungstermin und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit notiert.

Führt die Behandlung auf Dauer zu keiner Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, oder wird die Behandlung erfolglos abgebrochen oder beendet, stellt der Versicherer die Leistung ein und es sollte sich eine Erwerbsunfähigkeitsrente oder Berufsunfähigkeitsrente anschließen, deren Leistungsverpflichtung nach eigenen Kriterien geprüft wird. Daher kann es sowohl zu Überschneidungen als auch zu Lücken im Versicherungschutz im Zusammenhang mit dem Übergang vom Krankentagegeld zur Berufsunfähigkeitsrente kommen. Beides parallel kann man jedoch nicht beziehen, da die Krankentagegeldversicherung mit Eintritt der Berufsunfähigkeit endet.

Hier können Sie die Musterbedingungen 2009 für die Krankentagegeldversicherung downloaden.

 

Krankentagegeldversicherung – nur mit Gesundheitsfragen

Für eine Krankentagegeldversicherung ist fast immer eine Gesundheitsprüfung, also die Beantwortung von Gesundheitsfragen im Antragsformular, notwendig. Der Versicherer prüft, ob er Sie versichern will. Bereits bestehende Erkrankungen oder deren Folgen können zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen, oder zur Ablehnung eines Antrages führen. Will man es dann bei einem anderen Versicherer probieren, sind diese Ergebnisse in der Regel anzugeben, was die Erlangung des gewünschten Versicherungsschutzes erschweren kann.
Da die Materie komplex ist, empfehlen wir eine individuelle Beratung.

 

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