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  • +++ BU mit verkürzten Gesundheitsfragen 2026: Vier neue BU-Aktionen bis Alter 40 im Vergleich +++
  • +++ „Würden Sie mir auch von einer Berufsunfähigkeitsversicherung abraten?“ +++
  • +++ Recht auf Vergessenwerden nach Krebs: Pfefferminzia fragt Matthias Helberg +++
  • +++ 201 Tage bis zur BU-Rente? procontra zitiert Matthias Helberg +++
  • +++ Psychische und Nervenerkrankungen: Allzeithoch als Ursache für Berufsunfähigkeit +++
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Versicherungsblog mit Schwerpunkt Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung und Verbraucherschutz.
02
Sep.
2026

BU mit verkürzten Gesundheitsfragen 2026: Vier neue BU-Aktionen bis Alter 40 im Vergleich

Kategorie: BU-Versicherung  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  0 Kommentare

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, muss normalerweise viele Fragen zur Gesundheit beantworten. Vier neue Aktionsangebote verkürzen einzelne Abfragezeiträume oder lassen bestimmte Fragen ganz weg. Doch „verkürzte Gesundheitsfragen“ bedeutet nicht automatisch „einfacher Antrag“. Wir vergleichen die neue Aktion der Canada Life, zwei Antragswege der Helvetia / Baloise Lebensversicherung und ein Angebot des Volkswohl Bund.

Vier neue BU-Aktionen 2026

Eine laufend aktualisierte Übersicht über diese und weitere Angebote finden Sie auf unserer Seite Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute. Zum Beispiel mit den neuen Gesundheitsfragen der Hannoverschen Lebensversicherung seit August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Canada Life hat mit „BU & YOU“ eine bis zum 31. Dezember 2026 befristete Aktion für 18- bis 30-jährige Berufstätige.
  • Die Helvetia / Baloise Lebensversicherung bietet einen Junge-Leute-Antrag bis Eintrittsalter 30 und maximal 2.000 Euro BU-Rente an (nicht ganz neu).
  • Zusätzlich gibt es bei der Helvetia / Baloise Lebensversicherung einen Zielgruppen-Antrag für bestimmte Kammer- und MINT-Berufe bis Eintrittsalter 40 und maximal 3.000 Euro BU-Rente.
  • Der Volkswohl Bund bietet seit Juli 2026 einen Antrag für junge Leute bis einschließlich 25 Jahre und maximal 2.000 Euro BU-Rente an.
  • Allen vier Angeboten liegen grundsätzlich sehr gute Versicherungsbedingungen zugrunde.
  • Die verkürzten Fragen führen weder zu schlechteren BU-Bedingungen noch zu höheren Beiträgen als beim jeweiligen Normalantrag.
  • Welches Angebot passt, hängt von Ihren Wünschen ab – und wie die Versicherer Sie versichern würden. Das hängt ab von Gesundheitshistorie, Beruf, Beitragshöhe, Hobbys, Auslandsplänen und gewünschter BU-Rente.

Inhalt

Was sind verkürzte Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei einem BU-Antrag muss der Versicherer einschätzen, ob während der möglicherweise noch 30 oder 40 Jahre dauernden Vertragslaufzeit ein erhöhtes Risiko der Berufsunfähigkeit besteht. Dafür fragt er unter anderem nach Vorerkrankungen, Behandlungen, Beschwerden, Medikamenten und Krankenhausaufenthalten.

Bei Aktionsanträgen fragen die Versicherer einzelne Abfragezeiträume verkürzt oder bestimmte Themen gar nicht. Beispielsweise kann der Zeitraum für ambulante Behandlungen statt fünf Jahren nur drei Jahre betragen.

Das kann einen erheblichen Unterschied machen: Eine längst ausgeheilte Behandlung muss möglicherweise nicht mehr angegeben werden. Trotzdem handelt es sich nicht um eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen.

Außerdem ist nicht automatisch der Antrag mit den wenigsten Fragen am vorteilhaftesten. Das Angebot soll ja zu Ihren Vorstellungen passen. Entscheidend bei den Gesundheitsfragen ist der genaue Wortlaut:

  • Fragt der Versicherer nur nach ärztlichen / therapeutischen Untersuchungen, Beratungen und Behandlungen? Das ist sehr vorteilhaft, weil man solche Termine belegen kann.
  • Oder muss man auch Beschwerden ohne Arztbesuch angeben? Wenn eine solche Frage auf einen kurzen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten begrenzt ist, finden wir das ebenfalls noch akzeptabel, bei 5 Jahren sicherlich nicht mehr.
  • Muss man auch bestehende bzw. chronische Erkrankungen angeben? Dann lieber nicht von einer beispielhaften Aufzählung beeindrucken lassen, darunter fallen auch Krankheiten wie Allergien.
  • Geht es um die Diagnose von Krankheiten, um Behandlungen oder beides? Man muss genau lesen.
  • Welche Fragen stellt der Versicherer außerhalb der eigentlichen Gesundheitserklärung? Manchmal entscheidet auch eine Risikosportart oder ein längerer geplanter Auslandsaufenthalt über die Konditionen.

Unsere ausführlichen Hinweise finden Sie auf der Seite Gesundheitsfragen beim BU-Antrag.


Verkürzte Zeiträume erleichtern die Recherche zur Gesundheitshistorie

Ein Aktionsantrag kann auch dann sinnvoll sein, wenn eine Versicherung voraussichtlich über einen normalen Antrag möglich wäre. Kürzere Abfragezeiträume können die notwendige Recherche erheblich erleichtern.

Wer nur die letzten drei statt fünf Jahre aufarbeiten muss, benötigt unter Umständen:

  • weniger alte Arztunterlagen,
  • weniger Auskünfte zu längst abgeschlossenen Behandlungen,
  • weniger Erläuterungen zu ausgeheilten Erkrankungen,
  • weniger Korrekturen unklarer Einträge in Patientenakten.

Das ist kein Freibrief für eine oberflächliche Beantwortung. Auch bei kurzen Zeiträumen müssen die abgefragten Angaben vollständig und richtig sein. Bestehende chronische Erkrankungen, dauerhafte Beeinträchtigungen oder aktuelle Beschwerden können außerdem trotz eines lange zurückliegenden Arztbesuchs anzugeben sein.

Der Vorteil liegt daher nicht nur in einer möglicherweise leichteren Annahme. Auch die sorgfältige Vorbereitung des Antrags kann übersichtlicher und weniger aufwendig werden.

Welche Vorgehensweise wir beim Abschluss einer BU empfehlen, können Sie unter Dein Weg zur BU nachlesen.

Der Volkswohl Bund, Canada Life und Helvetia / Baloise bringen 2026 weitere BU Angebote für junge Leute auf den Markt

Canada Life „BU & YOU“: Kurze Zeiträume, aber eine tückische Frage

Die Canada Life bietet mit „BU & YOU – it’s a match!“ einen Aktionsantrag für Berufstätige zwischen 18 und 30 Jahren an. Schülerinnen, Schüler und Studierende sind ausgeschlossen.

Die monatliche BU-Rente ist auf 2.000 Euro begrenzt. Die Aktion ist befristet bis zum 31. Dezember 2026. Die Zusatzoption „Schwere Krankheiten“ kann nicht eingeschlossen werden.

Junge Leute können den BU-Aktionsantrag der Canada Life noch bis Ende 2026 nutzen.
Weniger Fragen bei Canada Life, aber bei der Frage nach dauerhaften / chronischen Erkrankungen muss man aufpassen. Die Aufzählung nennt nur Beispiele. Also muss z.B. auch ein Heuschnupfen angegeben werden. Quellen-Dokument: „Kurzformular Gesundheitsfragen, Stand April 2026“

Welche Gesundheitsfragen stellt die Canada Life?

Die Canada Life fragt unter anderem nach:

  • Medikamenten innerhalb der letzten 12 Monate,
  • einer mehr als zweiwöchigen zusammenhängenden Arbeitsunfähigkeit innerhalb der letzten 12 Monate,
  • Beratungen, Untersuchungen und Behandlungen wegen Psyche oder Bewegungsapparat innerhalb der letzten 3 Jahre,
  • dauerhaften chronischen Erkrankungen und bestimmten Facharztkontakten,
  • stationären Aufenthalten, Drogenkonsum sowie Renten- und Invaliditätsleistungen innerhalb der letzten 5 Jahre.

Der Zeitraum von drei Jahren bei psychischen Erkrankungen und beim Bewegungsapparat kann ein Vorteil sein. Besonders aufmerksam muss man jedoch die Frage nach dauerhaften chronischen Erkrankungen lesen.

Warum kann die Frage nach chronischen Erkrankungen problematisch sein?

Die Canada Life nennt als Beispiele unter anderem Krebs, Diabetes, Multiple Sklerose und Epilepsie. Das kann den Eindruck erwecken, es seien nur besonders schwere Erkrankungen gemeint. Die Aufzählung ist jedoch nicht abschließend.

Auch eine weiterhin bestehende Skoliose, Migräne, Allergie, Asthmaerkrankung oder ein Tinnitus kann unter den Begriff einer dauerhaften Erkrankung fallen. Das gilt auch, wenn die Diagnose schon lange zurückliegt und aktuell keine Behandlung stattfindet.


Helvetia / Baloise Lebensversicherung bietet zwei verkürzte Anträge

Die Helvetia / Baloise Lebensversicherung bietet zwei unterschiedliche Antragswege mit verkürzten Gesundheitsfragen. Der Junge-Leute-Antrag ist nicht auf bestimmte Berufe begrenzt. Der zusätzliche Zielgruppen-Antrag richtet sich dagegen nur an bestimmte akademische Kammer- und MINT-Berufe.

Beide Möglichkeiten können sich bis Eintrittsalter 30 überschneiden. Welcher Antrag verwendet werden kann, stellt die Berechnungssoftware anhand der eingegebenen Daten fest. Das können wir für Sie testen.

Junge-Leute-Antrag bis Eintrittsalter 30 und 2.000 Euro BU-Rente

Der Junge-Leute-Antrag der Helvetia / Baloise Lebensversicherung kann bis zum Eintrittsalter 30 genutzt werden. Das Eintrittsalter wird aus dem Beginnjahr abzüglich des Geburtsjahres berechnet. Der tatsächliche Geburtstag im betreffenden Jahr ist daher nicht ausschlaggebend.

Der Antrag ist nicht auf bestimmte Berufe beschränkt. Er kann grundsätzlich auch von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Studierenden genutzt werden. Die maximale monatliche BU-Rente beträgt 2.000 Euro.

Bei jungen Leuten bis 30 Jahre fragt die Helvetia / Baloise Lebensversicherung in Sache Psyche nur nach den letzten 3 Jahren.
Bis Alter 30 fragt die Helvetia / Baloise in Sachen Psyche nur nach den letzten 3 Jahren. Quellen-Dokument: BAL 1544 12.25

Welche Gesundheitsfragen gelten beim Junge-Leute-Antrag?

Gefragt wird unter anderem nach Medikamenten innerhalb der letzten 12 Monate, einer mehr als zweiwöchigen zusammenhängenden Schul-, Studien- oder Arbeitsunfähigkeit innerhalb der letzten 2 Jahre sowie nach Erkrankungen und Störungen wichtiger Organsysteme innerhalb der letzten 3 Jahre.

Weitere Beschwerden werden für die letzten 6 Monate erfasst. Stationäre Aufenthalte, Folgen von Alkohol- oder Drogenkonsum sowie gesundheitsbedingte Renten- und Invaliditätsleistungen werden für die letzten 5 Jahre abgefragt.

Auch gefährliche Hobbys, besondere berufliche Gefahren und bestimmte geplante Auslandsaufenthalte sind anzugeben.

Zielgruppen-Antrag bis Eintrittsalter 40 und 3.000 Euro BU-Rente

Der Zielgruppen-Antrag richtet sich an bestimmte akademische Kammer- und MINT-Berufe. Er setzt einen akademischen Abschluss, mindestens 70 Prozent Bürotätigkeit und eine passende Berufsgruppe voraus. Ob der konkrete Beruf dazugehört, entscheidet die Tarifierungssoftware; eine vollständige, verlässliche Berufsliste gibt es nicht.

Der Antrag kann bis Eintrittsalter 40 und für eine monatliche BU-Rente von bis zu 3.000 Euro genutzt werden.

BU-Antrag der Helvetia / Baloise Lebensversicherung für bestimmte Akademiker bis 40 Jahre mit mindestens 70% Bürotätigkeit.
Bei den Akademikern bis Alter 40 fragt die Helvetia / Baloise in Sache Psyche nach den letzten 5 Jahren.

Welche Gesundheitsfragen gelten beim Zielgruppen-Antrag?

Die Fragen entsprechen weitgehend dem Junge-Leute-Antrag. Ein wichtiger Unterschied betrifft die Psyche: Psychische Erkrankungen, Störungen der Psyche und Entwicklungsstörungen werden beim Zielgruppen-Antrag für die letzten 5 Jahre abgefragt. Die meisten übrigen Krankheitsbereiche haben einen Zeitraum von 3 Jahren.

Auch hier werden Medikamente 12 Monate, längere Schul-, Studien- oder Arbeitsunfähigkeiten 2 Jahre, weitere Beschwerden 6 Monate und stationäre Aufenthalte 5 Jahre erfasst.


Volkswohl Bund: Verkürzte Gesundheitsfragen bis einschließlich 25 Jahre

Der Volkswohl Bund bietet seit Juli 2026 einen besonderen BU-Antrag für junge Leute bis einschließlich 25 Jahre an. Entscheidend ist das tatsächliche Geburtsdatum und nicht das versicherungstechnische Alter.

Der Antrag kann auch von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Studierenden genutzt werden. Die monatliche BU-Rente darf einschließlich einer möglichen Bonusrente maximal 2.000 Euro betragen.

Der Volkswohl Bund stellt jungen Leuten bis 25 Jahren die gleiche Anzahl von Gesundheitsfragen, aber über einen kürzeren Zeitraum.
Gleiche Anzahl, gleicher Wortlaut wie beim Normalantrag, ab kürzere Abfragezeiträume: Die Gesundheitsfragen des Volkswohl Bund. Quellen-Dokument: JB 06.2026

Welche Abfragezeiträume gelten beim Volkswohl Bund?

Gegenüber dem normalen Antrag gelten folgende Verkürzungen:

  • Operationen und stationäre Behandlungen: 5 statt 10 Jahre.
  • Ambulante Behandlungen außerhalb der Psyche: 3 statt 5 Jahre.
  • Medikamente und Drogen: 3 statt 5 Jahre.
  • Psychische Erkrankungen, Lernschwierigkeiten und Entwicklungsstörungen: weiterhin 5 Jahre.

Gefragt wird überwiegend danach, ob man wegen Erkrankungen oder Beschwerden ärztlich oder therapeutisch beraten, untersucht oder behandelt wurde. Das ist klarer als eine allgemeine Frage nach sämtlichen Beschwerden.

Zusätzlich fragt der Volkswohl Bund nach dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, auch wenn diese nicht ärztlich oder therapeutisch behandelt werden. Eine alte, aber fortbestehende Beeinträchtigung kann deshalb weiterhin anzugeben sein.

Für wen kann der Antrag des Volkswohl Bunds interessant sein?

Der Antrag kann insbesondere für zwei Gruppen interessant sein:

  • Menschen mit kleineren, vorübergehenden Wehwehchen oder Beschwerden, wegen denen sie nicht ärztlich oder therapeutisch untersucht, beraten oder behandelt wurden;
  • Menschen mit Vorerkrankungen oder Behandlungen, die außerhalb der jeweiligen Abfragezeiträume von drei oder fünf Jahren liegen.

Nicht behandelte Beschwerden bleiben allerdings relevant, wenn daraus eine dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigung geworden ist oder eine andere Frage greift.

Gefährliche Hobbys und bestimmte geplante Auslandsaufenthalte werden weiterhin abgefragt. Auch Größe, Gewicht und Rauchverhalten bleiben Bestandteil des Antrags.


Welches der vier Angebote hat „die besten“ Gesundheitsfragen?

Keines der vier Angebote hat für alle Menschen die besten Gesundheitsfragen. Der Vorteil hängt immer von der persönlichen Konstellation ab.

  • Bei kleineren, nicht behandelten Beschwerden oder länger zurückliegenden Vorerkrankungen kann der Antrag des Volkswohl Bunds interessant sein.
  • Bei einer psychischen Behandlung vor mehr als drei Jahren können die Canada Life oder der Junge-Leute-Antrag der Helvetia / Baloise Lebensversicherung einen kürzeren Zeitraum bieten.
  • Bei gefährlichen Hobbys oder geplanten Auslandsaufenthalten kann das Kurzformular der Canada Life Vorteile haben.
  • Für bestimmte Akademiker bis Eintrittsalter 40 kann der Zielgruppen-Antrag der Helvetia / Baloise Lebensversicherung den Zugang zu bis zu 3.000 Euro BU-Rente erleichtern.

Zusätzlich müssen natürlich die Versicherungsbedingungen zum Beruf passen. Auch die Kosten können bei den drei Anbietern deutlich unterschiedlich ausfallen.

Der passende Antrag lässt sich deshalb nicht allein anhand der Gesundheitsfragen bestimmen.


Warum Sie auch bei verkürzten Fragen Ihre Gesundheitshistorie gründlich aufarbeiten sollten

Verkürzte Gesundheitsfragen ersparen nicht automatisch die Aufbereitung der Gesundheitshistorie. Wer eine Frage falsch versteht oder eine bestehende Erkrankung übersieht, kann den Versicherungsschutz gefährden – auch noch viele Jahre nach dem Abschluss.

Sinnvoll ist daher auch bei einem Aktionsantrag:

  1. die Versichertenauskunft der Krankenkasse einschließlich ICD-Codes anzufordern,
  2. die Patientenakte des Hausarztes einschließlich vorhandener Facharztbefunde zu besorgen,
  3. unklare oder falsche Einträge vor dem Abschluss zu klären,
  4. den Wortlaut aller infrage kommenden Aktionsanträge zu vergleichen,
  5. bei anzugebenden Vorerkrankungen zunächst eine anonyme Risikovoranfrage durchführen zu lassen.

Eine mit „Ja“ beantwortete Gesundheitsfrage bedeutet nicht automatisch, dass kein Versicherungsschutz möglich ist. Je nach Versicherer kann eine normale Annahme, ein Risikozuschlag, eine Ausschlussklausel, eine Zurückstellung oder eine Ablehnung herauskommen.

Entscheidend ist, diese Reaktion möglichst vor dem eigentlichen Versicherungsabschluss zu klären.


Häufige Fragen zu BU-Aktionen mit verkürzten Gesundheitsfragen

Gibt es eine Berufsunfähigkeitsversicherung ganz ohne Gesundheitsfragen?

Eine vollwertige private Berufsunfähigkeitsversicherung wird bei einem Neuabschluss normalerweise nicht vollständig ohne Gesundheitsfragen angeboten. Aktionsanträge verkürzen lediglich einzelne Zeiträume oder lassen bestimmte Fragen weg.

Sind die Beiträge bei verkürzten Gesundheitsfragen höher?

Nein. Für denselben Tarif, Beruf und Leistungsumfang gelten dieselben Beiträge wie bei einem normalen Antrag des jeweiligen Versicherers. Die Beitragshöhen der drei Anbieter unterscheiden sich aber untereinander.

Gelten bei den Aktionsanträgen schlechtere Versicherungsbedingungen?

Nein. Den vier vorgestellten Angeboten liegen dieselben BU-Bedingungen zugrunde wie den jeweiligen Normalanträgen. Begrenzt ist vor allem die anfangs versicherbare BU-Rente.

Ist ein Aktionsantrag immer besser als ein normaler BU-Antrag?

Nein. Ein normaler Antrag kann besser passen, wenn die Voraussetzungen der Aktion nicht erfüllt werden, eine höhere BU-Rente benötigt wird oder der Aktionsantrag eine für die eigene Gesundheitshistorie ungünstige Frage enthält.

Muss ich eine fünf Jahre alte Behandlung angeben, wenn nur drei Jahre gefragt werden?

Grundsätzlich nicht, wenn die konkrete Frage tatsächlich nur einen Zeitraum von drei Jahren erfasst. Andere Fragen können jedoch weiterhin greifen, etwa bei einer fortbestehenden chronischen Erkrankung, einer dauerhaften Beeinträchtigung oder aktuellen Beschwerden. Entscheidend ist immer der vollständige Wortlaut des Antrags.


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