Osnabrück, 01.04.2026. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, will die HUK COBURG Gruppe ab nächstem Jahr Androiden im Außendienst einsetzen. Die in China hergestellten menschenähnlichen Roboter werden derzeit trainiert. Aus dem aktuellen Claim „Du bist das wir“ soll „Wir sind wie du“ werden.

Bekanntermaßen leidet auch die Versicherungsbranche unter dem demografischen Wandel. Allein bis 2030 sollen etwa 25 bis 30% der Beschäftigten altersbedingt ausscheiden. Der Fachkräftemangel ist jetzt schon förmlich an jeder Ecke spürbar.
Viele Hoffnungen in der Branche ruhen auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz: Sie soll helfen, E-Mails schneller zu bearbeiten, Schäden routiniert zu bearbeiten – und Versicherungsbetrug besser aufzudecken. Die Entwicklungsgeschwindigkeit künstlicher Intelligenz verläuft exponentiell.
Während viele Versicherer noch an ihren Pilotprojekten arbeiten und auf den Tag warten, an dem die KI 100% fehlerfrei arbeitet, will die HUK COBURG direkt den übernächsten Schritt machen. Der traditionell nur mit eigenen Versicherungsvertretern oder im Fernabsatz arbeitende Versicherer fürchtet anscheinend, dass ihm früher oder später die Vertreter ausgehen. Und dann?
Längst nicht jeder Versicherungskunde ist bereit, sich im Internet um seine Versicherungen zu kümmern. Immer weniger Versicherer bieten überhaupt Hausbesuche an. Makler bleiben von Natur aus lieber auf ihren Sofas sitzen. Hier wittern die Coburger offenbar ihre Chance.
Androiden werden nicht krank
„Androiden werden nicht krank, haben keinen Urlaub und brauchen nur eine Ladestation. Die KI-gesteuerten Mitarbeitenden neuer Generation übermitteln in Echtzeit per Mobilfunk gesammelte Daten, Gesprächsprotokolle und Anträge mit elektronischer Unterschrift direkt in unsere Geschäftsstellen, wo sich auch die Ladestationen befinden werden“, schwärmt ein hochrangiges Managementmitglied.
Ältere unter Ihnen werden sich sicherlich noch an „Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer“ erinnern. Kommt etwas Ähnliches jetzt wieder? Klingelt es bald vielleicht auch an Ihrer Tür und zwei interessante Gestalten sagen „Guten Tag, wir wollen mit Ihnen über Versicherungen sprechen“?

Noch werden KI und Androiden trainiert
Noch aber ist es nicht so weit. Noch befinden sich die ersten 1.000 Exemplare in der Produktion, bzw. im Training. Das Outfit ist noch nicht fertig und an den Gesichtszügen wird fieberhaft gearbeitet.
Deutlich fortgeschrittener sind das Verkaufstraining und das Einüben schlagender Vertriebs-Argumente. Darauf lässt jedenfalls ein heimlich aufgenommenes Video schließen, das uns zugespielt wurde.
Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein – sowohl der KI, der Robotik, aber auch der Versicherungsbranche.
Wie werden andere Versicherer auf den Vorstoß der Coburger reagieren?

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