Hier kommt unser – schon traditioneller – Rückblick auf das vergangene Jahr. 2025 gab es einen speziellen Rekord, einige neue Angebote für BU-Interessierte und einmal mehr können wir vermelden: Alle unsere Anträge auf Versicherungsschutz wurden angenommen, alle unsere Leistungsfälle anerkannt.

Ich weiß nicht, wie Sie das sehen: Natürlich könnten auch wir von Umsatzgrößen, Anzahl vermittelter BUs, Versicherer-Ranglisten und anderen Kennzahlen berichten.
Aber wir finden es seit jeher wichtiger, darzustellen, was wir exakt für unsere Kundinnen und Kunden erreichen konnten. Wir sind der Meinung, dass das die wichtigeren Infos für Menschen sind, die sich absichern wollen.
Schließlich ist die konkrete Annahmeentscheidung eines Versicherers für uns das ausschlaggebende Argument für oder gegen einen BU-Tarif.
Inhalt
Schwere Fälle, mehr Leistungsausschlüsse, aber kein abgelehnter Antrag
Irgendwo im Internet muss dieses Schild hängen „Schwere Fälle zu Helberg“. So jedenfalls kommt es mir vor, wenn ich mir die Gesundheitshistorien vieler unserer neuen Kundinnen und Kunden ansehe.
Dieser Eindruck relativiert sich allerdings wieder bei einem Blick auf die Krankheitsverläufe, mit den Interessenten unsere Ersteinschätzung bei psychischen Vorerkrankungen anfragen. Doch dazu später.
Wie dem auch sei: Ich nehme an, dass immer mehr Menschen, die meinen, keine Vorerkrankungen oder andere Herausforderungen angeben zu müssen, mal schnell irgendwo ihre BU abschließen. Vergleichsportale machen das einem einfach und die KI des Vertrauens beantwortet im Vorfeld viele Fragen.
Manchmal kommt dann erst nach dem Abschluss die Erkenntnis, dass man vielleicht doch etwas beim Abschluss hätte angeben müssen, oder eine Angabe nicht ganz korrekt war, z.B. die exakte Berufsbezeichnung.
Auch solche Menschen finden uns und bitten um Unterstützung. Das ist bei uns übrigens der wichtigste Auslöser, warum Versicherte von einem Versicherer zum anderen wechseln. Natürlich nach unserem BU-Vertrags-Check.
Merke: Je komplexer die Gesundheitshistorie ist, je spezieller der Beruf, je exotischer die Sportart, desto wichtiger ist eine sorgfältige Vorgehensweise mit Profi-Unterstützung vor dem BU-Abschluss.
Sonst wird der BU-Abschluss zum Glücksspiel.
Deshalb: Erst anonyme Risikovoranfrage, dann offizieller Antrag.
76 % ohne Leistungsausschluss (davon 3 % mit Risikozuschlag), 22 % nur ein Ausschluss, 2 % Ausschluss + Zuschlag.
Sehen wir uns unsere Vermittlungs-Ergebnisse des Jahres 2025 einmal genauer an, hier unser beliebtes Tortendiagramm:
- Normalannahmen: 62 %;
- Aktionsanträge mit verkürzten Gesundheitsfragen: 11 %;
- Annahme mit einem Risikozuschlag: 3 %;
- Annahme mit nur einem Leistungsausschluss: 22 %;
- Annahme mit mehr als einem Leistungsausschluss: 0 %;
- Annahme mit einem Leistungsausschluss plus einem Risikozuschlag: 2 %;
- Nicht zustande gekommene Anträge: 0 %;
- Abgelehnte Anträge: 0 %.
Alle Werte gerundet. Basis: Alle über uns im Jahr 2025 eingereichten BU-Anträge.
Auffällig ist, dass der Anteil der glatten Normalannahmen seit Jahren relativ konstant ist. Absolut positiv ist, dass kein Kunde einen Leistungsausschluss von mehr als einer Vorerkrankung akzeptieren musste. Dafür gab es einen deutlichen Anstieg der Annahmen mit einem Ausschluss.
Aktionsanträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung „ohne Gesundheitsfragen“ spielen bei uns eine eher geringe Rolle, weil sie oft nicht zu den konkreten Gesundheitshistorien oder Berufsprofilen passen. Und ganz grundsätzlich sehen wir es eher so:
„Eine Vorerkrankung, die der Versicherer kennt und abnickt, ist eine gute Vorerkrankung. Denn der Versicherer kann später nicht mehr einwenden, dass er anders entschieden hätte, wenn er sie gekannt hätte.“
Übrigens: Es gab 2025 bei uns – konstant seit 2016 – keinen einzigen Fall, bei dem die Antragsannahme vom Votum der Risikovoranfrage abwich. Das ist für Kundinnen und Kunden extrem wichtig, weil es Verlässlichkeit schafft: Es kommt bei der Antragstellung, wie zuvor abgeklärt.
Besten Dank an dieser Stelle an „unsere“ Risikoprüfer für eine so genaue und exzellente Arbeit!
Gründe für Leistungsausschlüsse mit Fallbeispiel
Warum schließen Versicherer Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz aus? Weil die Vorerkrankung ein zu hohes Risiko beinhaltet, berufsunfähig zu werden. Oder weil sie noch nicht lange genug ausgeheilt ist und unklar ist, ob noch Folgen bestehen oder auftauchen.
Das ist typischerweise z.B. bei Wirbelsäulenerkrankungen und Gelenkerkrankungen der Fall – aber nach wie vor auch bei psychischen Vorerkrankungen: Alle drei gehören zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit.
Bei unseren Kundinnen und Kunden ist es übrigens so, dass viele zwar einen Ausschluss körperlicher Erkrankungen akzeptieren, aber eher nicht psychischer Krankheiten. Manche sitzen das Thema dann einfach so lange aus, bis sie z.B. eine Psychotherapie nicht mehr angeben müssen.
Hier sehen wir das Beispiel einer Sozialarbeiterin mit den von ihr anzugebenden Vorerkrankungen. Sie kam mit 2 Seiten Zusatzblatt aus. Manche brauchen 4 Seiten – auch in Abhängigkeit davon, wie ein Versicherer seine Fragen stellt.
Solche Zusatzblätter mit den ergänzenden Unterlagen nutzen wir bereits für die anonyme Risikovoranfrage, später werden sie Anlage zum Antrag.
Das Beispiel zeigt: Es geht nicht um ‚viel‘ oder ‚wenig‘, um möglichst wenige „ja“ im Antrag, sondern um eine saubere, nachvollziehbare Darstellung.

Wie ging der Antrag nun aus? Während ein Versicherer einen Antrag ablehnen wollte, ein zweiter gleich 3 Leistungsausschlüsse vereinbaren wollte, nahm der dritte Versicherer unsere Kundin lediglich mit einem Ausschluss der Wirbelsäule.
Alle Leistungsfälle anerkannt – und ein neuer Rekord
Der Zeitpunkt, wenn ein Versicherer leisten soll, ist der Zeitpunkt der Wahrheit. Für unsere Kundinnen und Kunden, wie für uns: War der Versicherer die richtige Wahl? Haben wir beim Abschluss alles richtig gemacht?
Für 2025 können wir melden, dass alle unsere Kundinnen und Kunden, die einen Leistungsantrag gestellt haben, ihre BU-Rente auch erhalten haben. Entweder wegen Arbeitsunfähigkeit dank der Arbeitsunfähigkeitsklausel, oder wegen Berufsunfähigkeit.
- Niemand brauchte dafür einen Anwalt,
- keiner musste dafür vor Gericht klagen,
- niemand musste für unsere Unterstützung bezahlen,
- der Abschluss der BU über uns reicht aus – und ist Voraussetzung für unsere Unterstützung.
Über einige Fälle habe ich im Blog berichtet:
„6 Monate arbeitsunfähig wegen Psyche: Binnen 4 Wochen zur Rente“ – als weiteres Beispiel für den Nutzen der AU-Klausel gerade auch bei psychischen Erkrankungen, sowie dem richtigen Timing.
„ME/CFS chronisches Fatigue Syndrom: Ausgeknockt mit Mitte 20“ – einer der wenigen bisher öffentlich dokumentierten Fälle, bei dem ein BU-Versicherer (hier die Alte Leipziger) die Berufsunfähigkeit wegen ME/CFS problemlos anerkannt hat, das VersicherungsJournal berichtete: Beweisnot ja und nein.
„Baloise erkennt BU binnen eines Tages an“ – als neuer Rekord für die schnellste BU-Anerkennung. Sorgfältige Vorbereitung und professionelle Begleitung beim Leistungsantrag zahlen sich immer aus. Hier war aber auch der Versicherer extrem schnell.
By the way: Das neue Jahr 2026 ist gerade einen Monat alt – und wir haben bereits die ersten vier weiteren, sich anbahnenden Leistungsfälle.
Zwei neue Services
Im letzten Jahr haben wir gleich zwei neue Service-Leistungen angeboten. Hier kommt eine erste Rückmeldung dazu, wie sie angenommen werden.
Ersteinschätzung bei psychischer Vorerkrankung
Wer über uns seine BU abschließen will, muss bekanntlich einigen Aufwand betreiben: Zum Beispiel Anfragen beim Hausarzt und der Krankenkasse stellen, Diagnosen und Behandlungen nachvollziehen, diverse Auskünfte geben.
Davon werden wir auch nicht abrücken, denn der Erfolg unserer Leistungsfälle gibt uns Recht.
Manchmal reicht aber schon eine einzige K.O.-Diagnose, oder eben auch eine lang andauernde oder „frische“ psychische Vorerkrankung, damit es mit einer BU (auf die man sich verlassen kann) nichts wird. Dann kann man sich den weiteren Aufwand in Sachen BU leider sparen.
Um Betroffenen hier mehr Klarheit zu verschaffen, haben wir die Möglichkeit der Ersteinschätzung bei psychischer Vorerkrankung geschaffen: Online, anonym und kostenlos.
Nun, nach gut einem halben Jahr, stellt sich das Angebot so dar:
- Regelmäßig nutzen Betroffene diesen Service, ca. 1 bis 2 Anfragen am Tag, ohne, dass wir das großartig bewerben;
- Bisher stammen die meisten Anfragen von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, teilweise jahrelangen Beschwerden, stationären Aufenthalten, laufender Medikamenteneinnahme oder Psychotherapie, teilweise bereits monatelang krankgeschrieben. Ihnen müssen wir dann leider schreiben, dass wir zumindest aktuell nicht in Sachen BU helfen können. Trotzdem geben wir den einen oder anderen Tipp, was man trotzdem an Absicherung bekommen kann.
- Ich sehe also einen klaren Bedarf, die eigene Versicherungsfähigkeit möglichst einfach und anonym antesten zu können. Da für uns der Aufwand Dank viel Erfahrung und einiger Tools nicht so groß ist, werden wir das Angebot aufrecht erhalten.
Weil sowohl die Abklärung von K.O.-Diagnosen als auch die Ersteinschätzung absolut sinnvoll als erste Schritte zur BU-Absicherung sind, haben wir sie als Phase 1 in unser Konzept „Dein Weg zur BU“ eingebaut.

„Dein BU-Assistent“ für ChatGPT
Im Herbst 2025 haben wir nach einigem Aufwand und einer Testphase das GPT „Dein BU-Assistent“ für ChatGPT vorgestellt. Denn immer mehr Menschen informieren und „besprechen“ sich mit KI-Tools wie ChatGPT.
Nur sind die Antworten von ChatGPT leider nicht immer zutreffend, manches ist reine Halluzination. Unser Tool hilft, zumindest die größten Falschaussagen der KI zu korrigieren.
Bisher wurde unser Tool über 500 Mal genutzt. Das mag nicht viel sein, aber man muss auch erstmal wissen, dass es „Dein BU-Assistent“ überhaupt gibt. Denn auch dieses Tool bewerben wir nicht aktiv.
Hier werden wir auf jeden Fall am Ball bleiben, denn bereits jetzt geben etwa 10 bis 15 Prozent neuer Kundinnen und Kunden an, uns über ChatGPT gefunden zu haben. 🙂
Wenn Sie es mal ausprobieren wollen: „Dein BU-Assistent“ in ChatGPT öffnen »
Fazit
2025 war für uns ein spannendes Jahr mit vielen Herausforderungen, vielen Erfolgen und vielen neuen Ideen.
KI spielt auch bei uns eine zunehmende Rolle. Hier und da werden Sie inzwischen „Jenny“ begegnen. Wir setzen aber klare Grenzen, hier der aktuelle Stand:
- KI bekommt bei uns keine Kundendaten.
- Und wenn Sie bei uns anrufen, mailen oder chatten, ist immer ein Mensch am anderen Ende.
So wollen wir es auch im „neuen“ Jahr 2026 halten.


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