Versicherungsschaden - Stunden der Wahrheit
Fall des Monats im September 2010
Als in der Nacht vom 26. auf den 27. August 2010 im Raum Osnabrück gleich hunderte von Häusern von Überschwemmungen betroffen waren, waren das sicherlich für alle Betroffenen auch Stunden der Wahrheit. Schließlich schließt man Versicherungen nicht ab, um einen Schaden zu erleiden, sondern um dessen finanziellen Folgen zu mindern. Als Versicherungsnehmer freut man sich natürlich, wenn man überhaupt keinen Schaden erleidet und so zahlen viele Versicherte ihre Versicherungsprämie mit dem etwas flauen Gefühl, gar nicht zu wissen, was diese Versicherung und der Vermittler, über den man sie abgeschlossen hat, im Schadensfall wert sein werden.
Unser Fall des Monats August 2010 hatte seinen Anfang im Juni 2009: Nach Risikoanalyse und Beratung vermittelten wir eine Hausratversicherung mit sehr guten Versicherungsbedingungen - und unter dem Einschluss einer Zusatzdeckung für Elementarschäden wie Überschwemmung und Rückstau. Die Versicherungsprämie für den Elementarschaden-Baustein betrug ganze 18 EURO pro Jahr.
Nicht einmal 14 Monate nach Versicherungsbeginn sorgte Starkregen für Überschwemmungen, der Keller unserer Mandanten stand rund 1,50 m unter Wasser - und die Wassermassen liefen in der Nacht so schnell in den Keller, dass kaum etwas gerettet werden konnte - zum Glück wurde niemand verletzt. Vielleicht können Sie sich den bangen Anruf unserer Mandanten am Morgen des 27. August vorstellen: "Sind wir versichert?"
Schadenmanagement
Nach einem kurzen Kontrollblick in unsere Datenbank und vorsichtshalber in die Versicherungsunterlagen lautete unsere Antwort: Ja. Mit ersten Hinweisen zum weiteren Vorgehen ("beschädigte Sachen nicht entsorgen!") konnten wir die Basis für eine erleichterte Schadensregulierung legen - schließlich ist der Versicherungsnehmer gegenüber dem Versicherer beweispflichtig. Gegenüber dem Versicherer drängten wir auf eine bevorzugte Schadenbearbeitung, da schnell klar war, dass der Schaden im Bereich um 10.000 EUR liegen würde.
Nach mehreren Telefonaten am Wochenende, sorgten wir anschließend für die schriftliche Schadenanzeige beim Versicherer inklusive Zusendung aussagekräftiger Fotos und einer Aufstellung der beschädigten Sachen.
Als am 02.September der vom Versicherer beauftragte Sachverständige sich vor Ort vom Hergang und Umfang des Schadens überzeugen wollte, nahm Matthias Helberg den Termin an der Seite der Mandanten wahr. Da alles richtig in die Wege geleitet worden war, konnte der Sachverständige den Schadenumfang voll bestätigen.
Auf Grund der vielen zeitgleichen Schadensfälle kamen die Schadensabteilungen vieler Versicherer, wie auch die Büros vieler Sachverständiger, an ihre Kapazitätsgrenzen.
In der Folge dauerte es noch bis zum 29.September, bis die Zahlung des Schadens durch den Versicherer angewiesen wurde: Selbst nach Abzug der Selbstbeteiligung in Höhe von 10% wurden den Mandanten noch knapp 10.000 EUR überwiesen - ein Schaden, auf dem sie sitzengeblieben wären, wenn sie sich die 18 EUR Mehrprämie pro Jahr gespart hätten.
Wieder einmal zeigte sich, wie gut ein Schaden reguliert werden kann, wenn der Versicherungsnehmer existenzbedrohende Risiken auch absichert, der Versicherungsmakler den passenden Versicherungsschutz vermittelt hat und über ein professionelles Schadensmanagement verfügt. Lesen Sie dazu unsere Kundenzufriedenheit (auch) im Schadensfall.
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