Versicherung pleite: Wenn aus billig teuer wird

Fall des Monats Juli 2010:

Der Juli 2010 wird wohl in die Geschichtsbücher der Deutschen Versicherungswirtschaft eingehen - als der Monat, in dem erstmals ein in Deutschland tätiger KFZ-Versicherer pleite ging. Auch wenn es sich 'nur' um einen niederländischen Versicherer mit ca. 50.000 Versicherungsverträgen in Deutschland handelte, so deckt die Insolvenz der International Insurance Corporation (IIC) NV, die unter den Marken Ineas und LadycarOnline als Direktversicherer ausschließlich über das Internet Verträge vertrieb, Lücken in der Insolvenzsicherung von KFZ-Versicherungsverträgen auf.

Die Pleite der Ineas wird hoffentlich auch die Diskussion um den Stellenwert der Versicherungsprämie beleben: Bei aller Verständnis für den Blick in den Geldbeutel zeigt sich hier, wie eine Geiz-ist-geil-Mentalität im Versicherungsbereich schnell zu existenzbedrohenden Situationen führen kann.

Stark überdurchschnittlich gute Versicherungsbedingungen und guter Service haben sicherlich ihren Preis; nicht übernommene Schäden, Stunden in Hotline-Warteschleifen und sorgenvoll-schlaflose Nächte aber auch - nur, dass sich deren Preis eben nicht in der Versicherungsprämie wiederfindet.

"Das beste Geschäft ist das Schlechte, das man nicht macht", lautet eine alte Kaufmannsregel. Wir freuen uns mit unseren Mandanten, dass bislang niemand unsere Versicherer- und Tarifauswahl wirklich bereuen musste.
Unsere Mandanten setzen wir nicht als 'Versuchskaninchen' bei Billigversicherern ein, versprochen.

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