Autoversicherung: Policen-Hopping?

Fall des Monats Dezember 2010

"Und wo ist Ihr Auto versichert?"
"Öhm, äähh. HVH oder so. Nein: GVH? VGH? Nein auch nicht mehr. HSV? VHV? Hmmm. Nein auch nicht, ich habe ja nochmal gewechselt. Irgendetwas mit 24."
"Oh, da gibt es aber viele Kandidaten, R+V24, HUK24?"
"Jetzt bin ich ganz durcheinander."

Bis hierhin klingt das vielleicht witzig und mancher wird sich dabei ertappen, das passende Kürzel seines KFZ-Versicherers auch nicht stets parat gehabt zu haben. Das von manchen Medien insbesondere vor dem KFZ-Versicherungs-Wechseltermin 30. November geradezu angeregte ständige Wechseln des KFZ-Versicherers hat aber auch weniger lustige Seiten.
Das gilt nicht nur in Bezug auf den schwereren Überblick. Oder den Aufwand mit Beantragung, Dokumente prüfen und 'testen', ob alles funktioniert. Auch im Schadensfall, sofern er sich wiederholt, achten noch immer viele Versicherer darauf, wie lange man dort versichert ist. Je mehr (oder regelmäßiger) Schäden man hat, je unzuverlässiger die Zahlungsmoral, je kürzer die Zahlungsabschnitte, desto schneller trennen sich auch Versicherer wieder von Kunden.
Den Spieß kann man auch als Versicherungsmakler gelegentlich umdrehen: Je weniger Schäden die eigenen Kunden haben, je zuverlässiger sie zahlen und je mehr halbjährlich oder jährlich zahlen, desto eher kann man bei dem einen oder anderen Kunden auch noch eine Verbesserung nachverhandeln. Klappt nicht immer, ist aber einen Versuch wert - und spart das Policen-Hopping, bei dem der Schuss für den Versicherten durchaus auch nach hinten losgehen kann.
Nachverhandeln statt Wechseln: Einige unserer Mandanten konnten in diesem Jahr von dieser Alternative zum Policen-Hopping profitieren.

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