Best advice?

Moderne Legenden: Best advice

Gelegentlich liest man in der Presse, aber auch in der Selbstdarstellung manches Marktteilnehmers, etwas von 'best advice', also einem 'besten Rat'. Hier und da wurde oder wird sogar behauptet, Versicherungsmakler in Deutschland seien zu 'best advice' verpflichtet.
Gerade in Zeiten großer Veränderungen durch immer neue Gesetze kann die Verunsicherung sowohl bei Verbrauchern, aber auch bei Journalisten und Versicherungsvermittlern sehr schnell um sich greifen.

Rechtsgrundlage? Fehlanzeige.

Tatsächlich stammt der Begriff 'best advice' aus dem angelsächsischen Raum, in Deutschland ist uns keine Rechtsgrundlage für eine Verpflichtung von Versicherungsmaklern zum best advice bekannt.

Dafür gibt es auch einige ganz plausible Gründe:

1) Nirgendwo ist wirklich definiert, was unter best advice konkret gemeint sein soll: Der billigste Anbieter, die besten Versicherungsbedingungen, das beste Preis- / Leistungsverhältnis?

2) Bei über 300 in Deutschland zugelassenen Versicherungsgesellschaften, sich immer schneller ändernden Versicherungstarifen und Versicherungsbedingungen, dem wachsenden Hang zu mehreren Paralleltarifen des gleichen Versicherers pro Sparte, kann wohl niemand ehrlich von sich behaupten, den Überblick über alle Angebote des Marktes zu haben.

3) Wie in jedem Expertenberuf haben auch unter Versicherungsmaklern unterschiedliche Experten häufig unterschiedliche Ansichten in Bezug auf ein und dieselbe Frage: Was sollte dann der beste Rat sein, die Mehrheitsmeinung?

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Letzte Änderung am Freitag, 17. Februar 2012 um 19:46:42 Uhr.