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Schwerpunktthema: Altersvorsorge
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„Wenn Sie beim Thema gesetzliche Rente einen Begriff nicht verstehen und Sie vermuten eine Rentenkürzung, dann liegen Sie immer richtig!“
Das sagte Professor Dr. Bernd Raffelhüschen von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg anlässlich eines Vortrages im Mai 2006. Beispiel gefällig? „Nachhaltigkeitsfaktor“, im Jahr 2004 eingeführt, „Nachholfaktor“, im Jahr 2005 eingeführt.
Die Ursachen der Probleme der Gesetzlichen Rentenversicherung sind seit Jahrzehnten bekannt: Immer weniger Kinder, immer weniger Erwerbstätige, immer mehr Rentner, längeres Leben durch Wohlstand und medizinischen Fortschritt. Zudem wird kein Kapital für später angelegt, sondern die Einnahmen werden direkt an heutige Rentner ausgezahlt. Prof. Dr. Raffelhüschen fasste es so zusammen:
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"Länger arbeiten für weniger Rente - es gibt keine Alternative"
Die Auswirkungen der schon beschlossenen Reformen beschrieb er so: Die Rente mit 67 reduziert das Bruttorentenniveau bis 2035 um 7,2 Prozent und zwar unabhängig davon, ob man länger arbeitet oder nicht. Der Nachhaltigkeitsfaktor reduziert das Rentenniveau um weitere etwa 14-15 Prozent (inkl. Nachholfaktor). Das langfristige Bruttorentenniveau fällt von 48 auf etwa 38-40 Prozent also um insgesamt fast 20 Prozent. Damit erreichen wir eine nachhaltige Rentenfinanzierung für die geburtenstarken Jahrgänge. Nach den Reformen der vergangenen Jahre habe somit nicht mehr die Gesetzliche Rentenversicherung ein Problem – sondern „nur noch“ der einzelne Rentner, der außerdem seine geschrumpfte Rente auch noch versteuern darf (in 2006: 52% steigend bis zum Jahr 2040 auf 100%).
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Urlaub ODER Rente ?
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Nein, noch wagt niemand, uns vor diese Wahl zu stellen. Dennoch ist klar: Wer heute sein Einkommen größtenteils verkonsumiert, wird später „in die Röhre“ gucken.
Je später Sie mit dem Aufbau Ihrer Altersvorsorge beginnen, desto höher muß der Sparbetrag sein und umso schmerzlicher wird sich die Einschränkung in Ihrer Geldbörse bemerkbar machen. Worauf sollte man auch warten?
Den richtigen Weg zu finden zwischen „Heute schon gelebt?“ und „Mit 66 Jahren - da fängt das Leben an“ - das ist heute die große Herausforderung für alle im Alter zwischen 20 und 60 Jahren.
Ihnen auf diesem Weg als finanzieller Lotse zu dienen: Das sehen wir mehr und mehr als unsere Aufgabe an, als unser Angebot für Sie.
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1 Liter Benzin: 1,20 DM
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Na, können Sie sich noch an die Zeiten erinnern, als Benzin 1,20 kostete – DM!? Und ein Brötchen 20 Pfennige? Ein Kinobesuch 6.- DM? Vielleicht erinnert sich auch der eine oder andere noch an den Spruch des Altkanzlers Helmut Schmidt: „Inflation ist, wenn die Zigaretten 4.- DM kosten!“
Was uns heute wehmütig schmunzeln lässt, beschreibt ein finanzielles Phänomen: Die Inflation: Für eine Ware oder Dienstleistung muß im Laufe der Jahre mehr Geld gezahlt werden; für den gleichen Geldbetrag gibt es immer weniger Ware. Wenn wir zurückdenken, erkennen wir fühlbar ihre Bedeutung. In Deutschland betrug die Inflation pro Jahr durchschnittlich 2,73 % (1975-2005). Die Inflation endet natürlich nicht jetzt, sondern wird sich mit Sicherheit auch zukünftig auswirken. Wer sich heute 1.000.- € „unter das Kopfkissen“ legt, hat in 10 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 776.- €, in 30 Jahren nur noch 467.- € (bei 2,5% Inflation). Bietet Ihnen Ihre Bank eine Verzinsung von 2,5% an, ist das also eigentlich nicht mehr, als Erhalt der Kaufkraft.
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100.- € Rente kostet...
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Wieviel Kapital für 100 EUR monatlicher Rente erforderlich ist, ist natürlich abhängig davon, wie sich das Geld verzinst. Außerdem muß entschieden werden, ob nur diese Zinseinnahmen „verrentet“ werden sollen, oder ob das gesamte Kapital für die Rente verbraucht werden kann. Im letzten Fall müsste man dann allerdings gleich mitentscheiden, wie lange man lebt, wann der Kontostand gegen Null gehen darf...
Bei einem Rentenbeginn mit 67 Jahren (daran müssen wir uns gewöhnen) nehmen Sie als Anhaltswert: 20.000.- € Kapital pro 100.- € monatlicher, lebenslanger Rente. Ob dann beim Tod noch ein Betrag zum Vererben vorhanden ist, ist abhängig von der Art, Anbieter und Verlauf der Rentenzahlung.
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Was muss ich jetzt für 100.- € Rente sparen?
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Auch das ist wiederum abhängig davon, wie sich das Geld verzinst – und wie viel Zeit noch bis Rentenbeginn verbleibt.
So lesen Sie die Tabelle: Wenn Sie noch 20 Jahre bis Rentenbeginn haben und einen Anbieter finden, der Ihnen nach Kosten eine Verzinsung von 5% bietet, beträgt Ihre monatliche Spar-Rate ca. 48.- €. Alle Beträge gerundet.
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Monatlicher Sparbeitrag für ca.100.- € Rente
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2,50%
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5%
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7,50%
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10%
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5
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312,00 €
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293,00 €
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274,00 €
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256,00 €
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10
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146,00 €
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128,00 €
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111,00 €
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97,00 €
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15
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91,00 €
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75,00 €
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60,00 €
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48,00 €
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20
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64,00 €
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48,00 €
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36,00 €
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26,00 €
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25
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48,00 €
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33,00 €
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23,00 €
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15,00 €
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30
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37,00 €
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24,00 €
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15,00 €
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9,00 €
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35
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29,00 €
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17,00 €
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10,00 €
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5,00 €
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40
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24,00 €
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13,00 €
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7,00 €
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3,00 €
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45
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20,00 €
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10,00 €
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4,00 €
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2,00 €
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50
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17,00 €
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7,00 €
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3,00 €
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1,14 €
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"Ich hätte gern 10% Rendite - garantiert"
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Ja, das hätten wir alle gern. Gibt’s aber nicht. Wenn auch die Zinsen in letzter Zeit wieder etwas angezogen haben: Mehr als ca. 4% sind momentan nicht seriös zu garantieren – vor allem nicht über eine längere Laufzeit. Die deutschen Lebensversicherer mussten den maximal zulässigen Garantiezins ab 2007 für neue Verträge sogar auf 2,25% reduzieren – mehr darf nicht mehr garantiert werden. Jede langfristige „Garantie“ über 5% halten wir derzeit für unseriös. Was wäre das auch für eine „Garantie“, wenn das Unternehmen, das sie abgibt einfach "pleite" gehen könnte?
Bei diesem niedrigen Zinsniveau müssen wir uns ernsthaft fragen, ob die Zeiten guter garantierter Wertentwicklungen nicht vielleicht vorbei sind? Und ob es bei langfristigen Anlagen (über mehr als 20 Jahre) überhaupt Sinn macht, auf eine Garantie von 2% oder 3% zu schielen?
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Wertentwicklungen
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Schaut man auf die Wertentwicklungen der vergangenen Jahrzehnte - also über Zeiträume von mindestens 20 Jahren - kann man feststellen: Die eigene Immobilie hat sich für viele gerechnet – aber niemand hat einem eine Wertsteigerung garantiert, oder? Rohstoffe z.B. Gold und Silber haben sich gerechnet – aber niemand hat einem eine Wertsteigerung garantiert, oder? Aktien und Aktienfonds haben sich mehrheitlich gerechnet, trotz zwischenzeitlich böser Wertverluste – aber niemand hat einem eine Wertsteigerung garantiert, oder? Kapitallebensversicherungen haben sich mit durchschnittlich 5% Ablaufverzinsung zumindest für diejenigen gerechnet, die bis zum Schluss durchgehalten haben. Langfristig nicht gerechnet hat sich hingegen, dass Geld unterm Kopfkissen zu verstecken, auf’s Sparbuch einzuzahlen oder auf dem Girokonto zu lassen.
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Die richtige Vorsorge-Strategie
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Wenn es um den richtigen Weg zur Altersvorsorge geht, gibt es nicht die allein-seligmachende Lösung. Es gibt nun mal keine Sparform, die Ihnen gleichzeitig hohe Garantien, hohe Renditen, Flexibilität und womöglich noch Steuervorteile bietet. Immerhin gibt es Angebote, die die Summe der eingezahlten Beiträge garantieren (man verliert also kein Geld), eine überdurchschnittliche Rendite erwarten lassen und bei einer Auszahlung als Rente nur zu einem kleinen Teil zu versteuern sind. Daneben gibt es auch die staatlich geförderten Wege der betrieblichen Altersversorgung, der „Riester-Rente“ und der „Rürup-Rente“. Natürlich kann man auch in Immobilien-, Renten- oder Aktienfonds sparen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Vorsorge – und jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile. Legen Sie sich jedoch nicht fest, bevor Sie nicht wenigstens fünf Netto-Monatseinkommen als Rücklage angespart haben – für die Autoreparatur, die kaputte Waschmaschine oder was sonst noch an „Sonderausgaben“ auf Sie zukommen kann. Diese Rücklage muß sicher und flexibel angelegt sein (z.B. Tagesgeldkonto oder Sparbuch). Wenn Sie schon einen Vertrag haben, bei dem Sie sich nicht mehr sicher sind, ob er noch für Sie geeignet ist, hilft nur der Taschenrechner: Werte und Prognosen mitteilen lassen und mit neuen Möglichkeiten vergleichen. Manchmal kann man sich verbessern, manchmal aber auch verschlechtern. „Alte“ Lebens- und Rentenversicherungen von vor 2000 bieten z.B. noch eine Garantie-Verzinsung von bis zu 4% und Verträge vor 2005 bieten eine steuerfreie Kapitalauszahlung: Das gibt es bei einem Neuabschluss heute nicht mehr.
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Der Mix macht"s
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„Ein Drittel Immobilien, ein Drittel Festverzinsliches, ein Drittel Aktien“ – so lautet eine klassische Anlage-Mischung. Das mag nicht immer richtig sein und ist auch von den Beträgen nicht so einfach zu realisieren, z.B. wenn das ganze Geld für die Finanzierung des Eigenheims verwendet werden muß. „Setz nicht alles auf ein Pferd !“- ist eine andere bekannte Weisheit. Wir sagen: „Der Mix macht’s“. Die richtige Mischung verschiedener Anlageformen, verschiedener Kategorien – und das bei unterschiedlichen Anbietern. Was für Sie in Frage kommt, kann allerdings nur in einer persönlichen Beratung geklärt werden.
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(C) 2008 - Matthias Helberg. Alle Rechte vorbehalten |
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