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16
Mrz
2015

BU-Versicherung: Warum Sie wichtiger als Testsieger sind

Kategorie: Berufsunfähigkeitsversicherung  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  2 Kommentare

Sie suchen eine BU-Versicherung und wollen es möglichst gut machen? Also Infos sammeln, vergleichen, Testsieger checken? Dabei sind Sie selbst am Wichtigsten.

BU-Versicherung: Sie sind wichtiger als TestsiegerPardon, falls ich hier ein wenig Ihre Vorstellungen durcheinander bringe! Bestimmt wollen Sie alles einfach nur richtig machen und möglichst die Fehler vermeiden, auf die andere schon herein gefallen sind? Informieren, vergleichen und Tests ansehen klingt ja auch nach vorbildlichem Vorgehen. Nur, dass das beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eben nicht das Wichtigste ist. Am wichtigsten sind Sie.

 

BU-Versicherung: Das will der Versicherer von Ihnen wissen

Wir haben bei der BU-Versicherung in Deutschland Vertragsfreiheit. Das bedeutet, dass Sie kein Versicherer auch tatsächlich versichern muss. Ob und – falls ja – zu welchen Konditionen, hängt von den sogenannten risikoerheblichen Umständen ab. So steht es im Versicherungsvertragsgesetz.

Risikoerheblich ist (etwas abgekürzt) das, wonach der Versicherer Sie beim Abschluss im Antrag und während der darauf folgenden Risikoprüfung schriftlich fragt. Das können sein:

  • Geburtsdatum;
  • Familienstand;
  • Ausgeübter Beruf mit Anteilen von Büro-, Außendienst- und körperlicher Tätigkeit;
  • Berufsstatus z.B. angestellt oder selbstständig;
  • Ausbildung, Fortbildungen und akademischer Abschluss;
  • Ob Sie eine politisch exponierte Person sind;
  • Ausgeübte Sportarten und Hobbies;
  • Geplante längerfristige Auslandsaufenthalte;
  • Einkommen der letzten Jahre;
  • Ob Sie schon anderweitig Anträge auf eine BU-Versicherung gestellt haben und falls ja, wie der Antrag beschieden wurde;
  • Ob anderweitig bereits Lebens-, Berufs-, oder Erwerbsunfähigkeitsversicherungen bestehen;
  • Beschwerden, Krankheiten, Körperverletzungen, Behandlungen, Unfälle in der Vergangenheit;
  • Körpergröße, Gewicht und Raucherstatus;
  • Aktuelle gesundheitliche Einschränkungen und geplante Maßnahmen.

Zusätzlich kann der Versicherer solche Informationen für seine Entscheidung nutzen, die ihm bereits bekannt sind (z.B. aus einem bereits bestehenden Vertrag im Konzern), oder die er aus der „schwarzen Liste“ HIS erhält.

 

BU-Versicherung: Bei uns meistens mit Risikovoranfrage

Wenn Ihre Antworten auf die oben erfragten Angaben egal wären – warum sollten die Versicherer dann danach fragen? Und wie kann man deren Antworten herausfinden, ohne bei einem nach dem anderen einen Antrag auf eine BU-Versicherung zu stellen? Wir klären das durch Risikovoranfragen für Sie ab. Also durch die Weitergabe der kritischen Informationen in anonymisierter oder pseudonymisierter Form an mehrere Versicherer gleichzeitig.

Und immer wieder erstaunlich ist, wie sehr sich die Einschätzungen der Versicherer unterscheiden, selbst wenn die Informationen identisch sind:

Beispiel 1 einer realen Risikovoranfrage für eine BU-Versicherung

Und was, wenn Versicherer A der Anbieter Ihrer Wahl war?

 

Beispiel 2 einer realen Risikovoranfrage für eine BU-Versicherung

Glücksache, den richtigen Versicherer zu finden?

Wenn der Versicherer Ihrer Wahl Sie nur mit einem gravierenden Leistungsausschluss nehmen würde, während Sie bei einem anderen zu Normalkonditionen versicherbar wären – ist Ihr Favorit dann wirklich noch die richtige Wahl? Ich meine, es macht für Sie wenig Sinn, sich allzu intensiv mit Vergleichen und Testsiegern von BU-Versicherungen zu beschäftigen, bevor Sie deren Einschätzung zu Ihrer Versicherbarkeit kennen.

 

Beratungsablauf BU-Versicherung:
Damit der Abschluss nicht zum Glücksspiel wird

Ein typischer Beratungsablauf beim Abschluss einer BU-Versicherung: Viel Aufwand für Sie durch Infos sammeln, vergleichen und Testergebnisse ansehen. Das Ergebnis Ihrer Antragsstellung erfahren Sie erst am Ende.

Typischer Beratungsablauf beim Abschluss einer BU-Versicherung

BU-Beratung: Typisch, aber nicht sinnvoll, weil der Ausgang erst zum Schluß bekannt wird.

 

Der Beratungsablauf beim Abschluss einer BU-Versicherung sieht bei uns ganz anders aus: Zu einem frühen Zeitpunkt erfahren Sie den voraussichtlichen Ausgang einer Antragsstellung bei verschiedenen Versicherern. Im Anschluss klären wir Ihre Fragen – egal wie viele es sind. Dann ist auch der richtige Zeitpunkt zum Vergleichen. So wird Ihr BU-Abschluss nicht zum Glücksspiel.

Sinnvoller Beratungsablauf bei einer BU-Versicherung

Sinnvoll: Möglichst frühzeitig das voraussichtliche Ergebnis kennen.

 

Das Ergebnis professioneller Arbeit: Spitzenergebnisse für unsere Kunden

Wie gingen nun die Anträge der Kunden aus, die sich uns anvertrauten? Hier die Zahlen aus 2014. In den wenigen Fällen, in den wir mehrere Anträge parallel eingereicht hatten, haben wir nur das beste Ergebnis berücksichtigt. Die obere Grafik bezieht sich auf Stückzahlen, die untere auf die Summe der versicherten BU-Renten.

Ergebnis vermittelter BU-Anträge nach Stück

Klasse: 83% der BU-Verträge nach Stück kam zu Normalkonditionen (inkl. Aktionsanträgen) zustande. Quelle: Eigene Datenerhebung

 

Ergebnis vermittelter BU-Anträge nach versicherter BU-Rentensumme

Klasse: 81% der versicherten BU-Rentensumme kam zu Normalkonditionen (inkl. Aktionsanträgen) zustande. Quelle: Eigene Datenerhebung

 

Die Grafiken in Zahlen: Nach Stückzahlen, in Klammern nach Summe der versicherten BU-Rente

  • Abgelehnte Anträge: 0 (0)
  • Zurückgestellte Anträge: 1% (1%)
  • Nicht zustande gekommene Anträge: 4% (1%)
  • BU-Versicherung mit mehr als einem Leistungsausschluss: 1% (1%)
  • BU-Versicherung mit Leistungsausschluss plus Risikozuschlag: 1% (1%)
  • BU-Versicherung mit Risikozuschlag: 3% (10%)
  • BU-Versicherung mit einem Leistungsausschluss: 7% (5%)
  • BU- / EU-Versicherung mit Normalannahme: 43% (63%)
  • BU-Aktionsanträge (wenig Fragen, Normalannahme): 40% (18%)

Angesichts der Tatsache, dass wir wirklich sehr viele Kunden mit Vorerkrankungen, „gefährlichen“ Sportarten oder anderen abzuklärenden Besonderheiten haben, meine ich, dass sich dieses Ergebnis wirklich sehen lassen kann.

Klicken Sie hier, um unsere Pressemitteilung zum Thema BU-Versicherung und das Medienecho dazu zu lesen.

 

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Kommentare zu diesem Beitrag

Eggert, Matthias  |   20. März 2015 um 14:38 Uhr

Ist eine tolle Idee, mit der ich leider nicht dienen kann – die Versicherten sollten sich aber auch Fragen, warum der eine mich versichern kann und der nächste mich ablehnen will! Was hilft mir die Versicherung, wenn dann dafür im Schadenfälle extrem kritisch geprüft wird und ich anschließend die Ablehnung bekomme! In den letzten 5 Jahren hatten wir 3 BU-Fälle, wo wir geleistet haben, andere (parallele BU-Versicherungen) es aber bis zum Prozess haben kommen lassen . . . es gibt immer mehrere Sichtweisen! Trotzdem bin ich schon als Einfirmen-Vertreter ein wenig neidisch auf den Makler 😉

Matthias Helberg  |   20. März 2015 um 15:11 Uhr

Hallo Herr Eggert,
schönen Dank für Ihren Kommentar.
Wie sich ein Versicherer in 5, 10, oder 20 Jahren im Leistungsfall verhalten wird, vermag heute ja niemand seriös zu beurteilen. Was Kunden heute machen können: Beim Abschluss des Vertrages möglichst Fehler vermeiden. Wir haben übrigens bislang keinen Anhaltspunkt dafür gefunden, dass ein Votum „Ablehnung“ seriöser sein könnte, als ein Votum „Normalannahme“… 😉

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