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05
Aug
2011

Brillenversicherung: 241 € zahlen, um max. 250 € zu bekommen

Kategorie: Verbraucherschutz, Versicherungen die die Welt nicht braucht  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  5 Kommentare
Brille-ja-Brillenversicherung-nein

Brille? Ja. Brillenversicherung? Nein.

Respekt: Für diesen Versicherungstarif  einer Brillenversicherung habe ich extra eine neue Rubrik im Blog geschaffen: „Versicherungen, die die Welt nicht braucht.“ Bereits in einem Beitrag für die Neue Osnabrücker Zeitung im Februar 2008 wurde meine Einstellung zur Brillenversicherung zitiert mit den Worten: „Brille nicht versichern“. Eine Versicherung ist dafür da, ein bestimmtes Risiko abzusichern. Je größer die finanziellen Folgen eines Ereignisses sein können, desto sinnvoller ist es grundsätzlich, dieses Risiko zu versichern.

Was nun aber die AOK Rheinland / Hamburg mit ihrem „Wahltarif vigo select Brille“ anbietet, verdient den Namen Versicherung eigentlich nicht: Für 6,70 € Monatsbeitrag kann man einen Zuschuss zu einer Brille (Brillenversicherung) von maximal 250 € alle 3 Jahre bekommen. Beitragsaufwand in 3 Jahren: 241,20 €. 

Um an ein Angebot mit derlei „herausragendem“ Preis- / Leistungsniveau zu kommen, erscheint es nur logisch, dass man sich verpflichten muss,  Tarif und AOK Krankenkasse 1 Jahr treu zu bleiben…

Kennen Sie ähnliche Beispiele von Versicherungen, die nur ein minimales finanzielles Risiko absichern?

Kommentare zu diesem Beitrag

raleisner  |   5. August 2011 um 13:01 Uhr

In meiner Beratungspraxis tauchte eine 80-jährige Dame auf, der man eine Kapitallebensversicherung Laufzeit 20 Jahre, Zahlung eines Einmalbetrags von 10.000,00 Euro, garantierte Auszahlung zum 100. Geburtstag 10.971,00 Euro verkauft hatte. Im Todesfall hätte es langsam ansteigend von deutlich unter 10.000 bis knapp über 10.000 Euro gegeben. Eine Versicherung, die die Welt nicht braucht.

Matthias Helberg  |   5. August 2011 um 20:47 Uhr

Hallo Herr Leisner, konnten Sie der Dame helfen, wurde der Vertrag rückabgewickelt?

Nina  |   10. August 2011 um 16:21 Uhr

Ich würde die Parkschadenversicherung nehmen, da die meissten Schäden, ausgelöst durch einen Parkrämpler minimalst sind und somit weniger kosten als die Versicherung oder Sie schon in der Teilkasko mit abgedeckt sind. Glaube diese Versicherung braucht auch niemand.

Matthias Helberg  |   10. August 2011 um 16:31 Uhr

Parkschäden sind fast nie in der Teilkasko versichert. Die Parkschadendeckung soll bei kleineren Beulen und Kratzern helfen, bei denen die Reparaturkosten niedriger als die Selbstbeteiligung in der Vollkaskoversicherung ausfallen können und sie soll eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabattes verhindern. Sicherlich kein existenzielles Risiko, da stimme ich gern zu.

Was ist Ihnen eine schlechte Versicherung wert?  |   10. Dezember 2011 um 19:13 Uhr

[…] Eine Versicherung, bei der Sie fast so viel einzahlen, wie Sie maximal herausbekommen können. […]

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