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30
Dez
2010

Sylvester 2010: Feiern, Unfälle, Versicherung?

Kategorie: Allgemein  ·  Autor: Matthias Helberg  ·  2 Kommentare

Sylvester 2010 steht vor der Tür, ein Anlass zum Feiern, zur Rückschau und vielleicht gar zur erwartungsvollen Vorfreude auf ein neues Jahrzehnt.

Sylvester-Feiern-Unfälle-Versicherung

Manche(r) mag sich vielleicht auch Gedanken darum machen, was passieren kann: Wegen des Winterwetters, wegen Mitmenschen, die nicht mehr genau mitbekommen, was sie tun, wegen Böller und Sylvesterraketen. Ihnen sei gesagt: Auch am Sylvestertag 2010 sieht es „versicherungstechnisch“ nicht anders aus, als an den anderen 364 Tagen des Jahres. Haben Sie sich richtig versichert, ist die Chance sehr hoch, dass Sie auf Schäden oder Schadensersatzforderungen nicht sitzenbleiben werden. Eine Gewissheit kann es gleichwohl nicht geben, denn es kommt stets auf den Einzelfall – und die Beteiligten an. Für den Jahreswechsel gilt also, was auch sonst während des Jahres gilt: Personenschäden: Wer krank wird, sich verletzt, einen Unfall erleidet, oder sich ins Koma säuft, kann darauf bauen, dass je nach Zuständigkeit die Gesetzliche Krankenkasse, die Private Krankenversicherung, oder im Ausnahmefall (Berufsunfall) die Berufsgenossenschaft die Kosten der Heilbehandlung übernimmt. Hat ein Dritter den Personenschaden verursacht, wird er (oder seine Haftpflichtversicherung) unter Umständen in Regress genommen, muss also die Behandlungskosten oder einen Teil davon erstatten.  TIPP: Bei Unfällen mit Personenschäden stets sofort die Polizei rufen und zeitnah der Unfallversicherung den (möglicherweise entstehenden) Schaden melden. Dauert die Heilbehandlung länger, kann dies ein Fall für die Krankentagegeldversicherung sein. Muss gar mit einem Dauerschaden (Invalidität) gerechnet werden, wird das ausschließlich bei einem Unfall als Ursache ein Fall für die Unfallversicherung (falls nicht zuviel Alkohol im Spiel war), ansonsten für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung. TIPP: Geht es gar um einen Todesfall, sind Unfallversicherung und Lebensversicherung(en) sofort – teilweise binnen 24 Stunden – zu benachrichtigen. Sachschäden: Für die Regulierung von Sachschäden gibt es oftmals mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann Feuer / Brand / Explosion als versicherte Gefahr beispielsweise in einer Gebäudeversicherung, Hausratversicherung, Inventarversicherung, oder der Teilkaskoversicherung eines KFZ versichert werden. Hat ein Dritter den Schaden verursacht, kann man seine Schadensersatzforderung an denjenigen, oder seine Haftpflichtversicherung stellen. Je nachdem, wie der konkrete Fall aussieht, kann man einen solchen Schaden auch beispielsweise von seiner Hausratversicherung regulieren lassen, die anschließend Regress bei der Haftpflichtversicherung des Verursachers nimmt. Ein sinnvoller Grund für derlei Vorgehen kann die unterschiedliche Erstattung beider Versicherungen zum Neuwert (Hausrat) bzw. zum Zeitwert (Haftpflicht) sein. TIPP: Bei Schäden durch Feuer /Brand stets sofort (falls mehr als Bagatellschaden) die Feuerwehr und die Polizei benachrichtigen, sowie zeitnah den entsprechenden Versicherer. Sie sehen: Eigentlich ist versicherungstechnisch an Sylvester wirklich gar nicht viel anders, als den Rest des Jahres…

Kommentare zu diesem Beitrag

Jutta S.  |   6. Januar 2011 um 16:19 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
da zählen Sie aber viele Versicherungen auf. Da frage ich mich doch: Brauche ich diese Versicherung überhaupt? Das kann man doch gar nicht mehr bezahlen! Welche Versicherung braucht man wirklich? Danke für einen Tipp.

Jutta S.

Matthias Helberg  |   7. Januar 2011 um 09:32 Uhr

Hallo Jutta S.,

ich glaube, niemand braucht ALLE Versicherungen. Es macht meines Erachtens auch keinen Sinn, nach dem Gießkannenprinzip vorzugehen und einfach irgendwo ein bisschen von irgendetwas abzusichern. Besser erscheint mir, Prioritäten zu setzen und zunächst die Ereignisse abzusichern, die sich finanziell am dramatischten auswirken würden: Krank werden, Andere schädigen, kein Einkommen für sich und seine Liebsten mehr erwirtschaften können, Hab und Gut verlieren, Alt werden – so in etwa. Das wird man aber nie so ganz pauschal sagen können, weil sich Bedürfnisse, Gegebenheiten, Wünsche und Möglichkeiten von Mensch zu Mensch unterscheiden. Ein paar mehr Tipps zur Frage „Welche Versicherung brauche ich eigentlich wirklich?“ finden Sie auf unserer Homepage an dieser Stelle: http://www.helberg.info/versicherungen/welche-versicherung/index.php .
Schönen Gruß und Danke für Ihren Kommentar.

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